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Aserbaidschan hilft seinen Bürgern in der Türkei

16.5.2020 15:15 Uhr, von Andreas Neubrand

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen hat die Regierung in Ankara die Grenzen geschlossen. Aserbaidschan hat dabei schnell reagiert und "alle möglichen Maßnahmen" ergriffen, um seinen Bürgern in der Türkei zu helfen.

Aserbaidschaner, die vorübergehend in der Türkei waren und nun nicht mehr in die Heimat können sowie in Not geratene Studenten, können über die Website der Botschaft Unterstützung beantragen. Die Hilfe umfasst neue Quartiere und angemessene Verpflegung, so Khazar Ibrahim, Aserbaidschans Botschafter in der Türkei.

Über 2.700 Bürger konnten evakuiert werden

"Bisher haben wir 15.000 Bürgern helfen können", sagte er und fügte hinzu, dass schon über 2700 aserbaidschanische Bürger mit Charterflügen nach Hause gebracht werden konnten.

"Im Moment müssen noch mehrere hundert Anfragen beantwortet werden. Doch da Aserbaidschan noch über ausreichend Quarantäne-Plätze verfügt, werden weitere Evakuierungsflüge in Erwägung gezogen", so der Botschafter.

"Klassische und unkonventionelle Hilfe"

Aserbaidschan biete dabei seinen Bürgern sowohl "klassische als auch unkonventionelle" Hilfe. Vor allem bei Rechtsfragen und konsularischen Dienstleistungen. Dabei wolle er die Rolle von SOCAR Turkey hervorheben. Sie ist die türkische Tochtergesellschaft der staatlichen Ölgesellschaft der Republik Aserbaidschan. SOCAR Turkey verfügt in der Türkei über ausländische Direktinvestition in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar.

Ibrahim dankte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie dem Außen-, Gesundheits- und Innenministerium für die Unterstützung der aserbaidschanischen Bürger. "Die herzliche Beziehungen zwischen den Präsidenten Aserbaidschans und der Türkei bilden dabei das Rückgrat", so der Botschafter und schloss mit der Maxime des aserbaidschanischen Präsident Heydar Aliyev: "One Nation - Two States".

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