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Arsenal-Legende Ljungberg: "Es sollte einen Platz für Özil in bestimmten Spielen geben"

29.11.2020 18:36 Uhr

Die Arsenal-Legende Freddie Ljungberg, der als Interims-Coach Mesut Özil beim FC Arsenal einen Monat trainierte und als Unterwäsche-Model bei Calvin Klein bis 2007 nahezu Kultstatus erlangte, meint in einem Interview mit "The Athletic", dass der Ex-Nationalspieler im Emirates Stadiom noch eine Rolle spielen sollte. Aber er sieht auch Probleme beim Mittelfeldspieler. Die Athletik von Özil sei möglicherweise nicht ausreichend, wenn man gegen offensive Top-Teams spielt und dem Ball nachlaufen muss.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil befindet sich mit den Gunners auf der Tribüne, nachdem er bei Coach Mikel Arteta in Ungnade gefallen ist. Der Spielmacher wurde in dieser Saison weder in den Kader für die Premier League noch für die Europa League aufgenommen, obwohl er im Verein der Top-Verdiener ist. Freddie Ljungberg, die Arsenal-Legende, die vor Artetas Ernennung im Dezember 2019 kurz als Interimschef der Gunners tätig war, ist der Ansicht, dass ein Kompromiss erzielt werden müsse.


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Ljungberg sieht Özils Platz in Matches gegen defensiv stehende Teams

"Mesut ist ein großartiger Fußballspieler, das wissen wir", sagte Ljungberg gegenüber "The Athletic". "Wir haben alle unterschiedliche Meinungen. Jeder muss akzeptieren, dass Menschen unterschiedliche Sichtweisen haben. Klar ist, Özil hat ein Problem mit der Athletik, wenn es in die Defensive geht. Nehmen wir an, du spielst gegen Manchester City und hast den Ball nicht. Dann musst du ihnen nachlaufen, ihnen den Ball abjagen. Da braucht es athletische Spieler." Ljungberg fuhr analytisch fort: "Was ich versucht habe und woran ich geglaubt habe war, dass Mesut dann spielt, wenn man gegen schwächere Mannschaften spielt, die hinten dicht machen. Da braucht man jemanden, der den Riegel knackt und dazu die Qualität mitbringt. Ich denke, in solchen Spielen ist Platz für einen solchen Spieler wie Mesut Özil."

Ljungberg rollte die Situation im Interview aus Sicht des Trainers und des Spielers auf. "Aber dann muss man auch mit dem Spieler kommunizieren - nicht nur mit Mesut, sondern mit jedem Spieler. Es gibt verschiedene Spiele, die zu bestimmten Spielern passen und andere Spiele, die zu anderen Spielertypen besser passen. Die Tage, an denen du jede einzelne Minute eines jeden Spiels gestaltest, hast du nicht mehr so oft. Als ich im Sommer abreiste, war er im Kader und jetzt nicht mehr. Was dort passiert ist, kann ich nicht beantworten. Ich weiß nicht, ob etwas anderes passiert ist, ich habe keine Ahnung. Aber wenn man sich reine Fußballqualitäten ansieht, denke ich, dass meine Antwort ziemlich offensichtlich ist. Als ich Interimstrainer war, habe ich ihn in den Spielen gespielt, wo ich dachte, er könnte die gegnerische Verteidigung knacken. Auch wenn ich wusste, dass sein Defensivjob nicht so gut ist wie bei einigen anderen Spielern. Das ist also meine Meinung. Es sollte einen Platz für ihn in bestimmten Spielen geben."

(ce)

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