imago images / Action Plus

Arsenal distanziert sich von Özil-Posting

14.12.2019 12:44 Uhr

Wegen eines Postings seines Spielers Mesut Özil zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China hat sich der FC Arsenal distanziert. Der Club halte sich an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben. Özils Posting spiegele die persönliche Meinung des Spielers wieder.

Özil hatte in den sozialen Netzwerken die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung kritisiert. In türkischer Sprache bemängelte der Ex-Weltmeister das "Schweigen der muslimischen Brüder", während das Thema von westlichen Regierungen und Medien aufgegriffen worden sei.

Umerziehungslager oder Fortbildungszentren?

Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.

Die Reaktion von Arsenal könnte laut eines Berichts des "Guardian" auch wirtschaftliche Interessen haben. Demnach sei der Club in China an einer Restaurantkette beteiligt.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.