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Arda Turan geht wohl zu Galatasaray

13.7.2020 10:42 Uhr

Arda Turan ist im wohl Begriff, an die Wurzeln seines Erfolges und damit zu Galatasaray Istanbul zurückzukehren. Ähnlich, wie es vor ihm im Spätherbst der Karriere schon Emre Belözoglu getan hat, der seine aktive Laufbahn nach dieser Saison bei Fenerbahce Istanbul beenden wird. So jedenfalls melden es spanischen Medien. Zwischen 2005 und 2011 kickte Arda bereits für die Löwen, bevor er nach Spanien zu Atletico Madrid wechselte. Zwischenzeitlich soll auch Hannover 96 über seinen Coach Kenan Kocak leises Interesse am Altstar angemeldet haben – das aber im Bewusstsein, dass Arda nicht in der preislichen Liga der Niedersachsen spielt.

Der Kontrakt von Arda Turan beim FC Barcelona, der seit 2015 läuft, ist am 30. Juni ausgelaufen. Damit ist Arda frei, bei jedem Klub ablösefrei anzuheuern und sich das mit einem netten Handgeld bezahlen zu lassen. Die Verbindungen zu seinem Heimatklub Galatasaray sollen nie wirklich abgerissen sein, auch wenn er auf Leihbasis für den Ortsrivalen und derzeitigen Tabellenführer Basaksehir die Fußballschuhe schnürte. Den Vorteil und die Beziehung zwischen dem Spieler sowie Trainer Fatih Terim haben die Löwen nun wohl genutzt, um einen Vorvertrag mit ihrem ehemaligen Spieler einzutüten.

Laut der spanischen Sportzeitung "AS", die in der Regel herausragend gut über das spanische Fußballgeschehen informiert ist und eine zuverlässige Quelle darstellt, hat ihm der Verein Arda eine Zahlung von 200.000 türkischen Lira (rund 25.700 Euro) für jedes Spiel angeboten, das er für Galatasaray spielt. Für den Meistertitel soll er einen zusätzlichen Bonus von 500.000 Euro (rund 3,9 Millionen Lira) erhalten. Es wird davon ausgegangen, dass Galatasaray die Verpflichtung seines ehemaligen Spielers zum Ende der laufenden Saison bekanntgeben wird – um die Fans möglicherweise etwas milder zu stimmen, weil man als Rekordmeister und Titelverteidiger des Meistertitels und des Pokals eine gebrauchte Saison hinlegte. Aktuell müssen die Löwen noch zwei absolvieren und halten die Chance, sich für die Europa League zu qualifizieren.

War Arda für Hannover 96 wirklich zu teuer?

Doch was war da mit Hannover 96 und Arda Turan? Ein türkischer TV-Sender hatte Kenan Kocak, den vor 39 Jahren in Kayseri geborenen Coach der Niedersachsen, interviewt und wohl auch Arda befragt. Dabei soll Kocak gesagt haben, dass man den Spieler, wenn es denn finanziell stemmbar wäre, sicher gerne in Hannover sehen würde. Woran es letztlich scheiterte, bleibt offen, denn knapp 26.000 Euro pro Spiel sollten für die Niedersachsen keine Gehaltsdimensionen darstellen, die unerreichbar sind. Spieler wie Keeper Ron-Robert Zieler, Waldemar Anton, Linton Maina oder Genki Haraguchi werden bei den 96ern auch nicht für eine warme Mahlzeit auf dem Platz stehen. Kocak selbst ruderte bereits zurück und korrigierte das, was er gesagt haben soll, dahingehend, dass er sofort sagte, man könne sich den Spieler nicht erlauben.

Doch vielleicht war den Niedersachsen das Eisen Arda Turan auch einfach zu heiß. So musste er 2018 eine Sperre von zehn Spielen abbrummen, weil er einen Linienrichter angriff, dann trat er 2017 nach einer Attacke auf einen Journalisten aus der Nationalelf zurück und war von seinem Leih-Klub Basaksehir nach einem angeblichen Streit mit dem bekannten Schlagerstar Berkay Sahin – wobei auch sexuelle Belästigung, Körperverletzung und unerlaubter Waffenbesitz im Spiel waren – zu einer Geldstrafe von 370.000 Euro vergattert worden.

(ce)

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