epa/Bandar al-Galoud

Arabische Abschlusserklärung in der Kritik

31.5.2019 17:27 Uhr

Die Abschlusserklärung des Krisengipfels der Golf-Staaten und der Arabischen Liga in Mekka ist in Teheran auf scharfe Kritik gestoßen. "Saudi-Arabien hat den heiligen Monat Ramadan und die heilige Stadt Mekka politisch ausgenutzt, um im Namen anderer Länder grundlose Behauptungen gegen den Iran in die Welt zu setzen", sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Freitag.

Das Hauptziel der islamischen und arabischen Welt sollte die Befreiung Palästinas von illegaler israelischer Besetzung sein - und nicht, sich gegenseitig aufzuhetzen. "Das ist nämlich genau das Ziel des zionistischen Regimes (Israel): vom wahren Feind abzulenken", sagte der Sprecher nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Isna weiter.

Iran bedrohe Stabilität in der Region

Der Golf-Kooperationsrat und die Arabische Liga in Mekka hatten in der Nacht zum Freitag in Mekka getagt. Saudi-Arabien und seine Verbündeten forderten den Iran dabei unmissverständlich auf, die Souveränität arabischer Staaten zu achten.

"Der Iran sollte (...) aufhören, sich in die Angelegenheiten von Ländern einzumischen, denn dies bedroht die Sicherheit und Stabilität in der Region", hieß es in der Abschlusserklärung.

(an/dpa)