dpa

Anti-US-Kundgebungen nach Tötung Soleimanis 

3.1.2020 17:24 Uhr

Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Kassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff ist es in fast allen Teilen Irans zu spontanen Protesten gegen die USA gekommen.

Besonders bei den Freitagsgebeten fielen harte Worte in Richtung Washington wie «Tod den USA» und «Rache, Rache». «Den Begriff Sicherheit und Entspannung können die Amerikaner ab heute vergessen», sagte der ranghohe Kleriker Ahmad Chatami beim Freitagsgebet in Teheran. US-Präsident Donald Trump könne sich darauf einstellen, dass der Iran «das Blut Soleimanis rächen» werde und «seine Tage in dunkle Nächte» umwandeln werde, sagte der Geistliche, der den Hardlinern im Land nahe steht.

Medienangaben zufolge nahmen Hunderttausende an den Demonstrationen teil. Schon am Vormittag drohte die gesamte iranische Führung den USA mit Rache.

Nationaler Sicherheitsrat kommt zusammen

Der Nationale Sicherheitsrat sollte über Schritte gegen die USA entscheiden. An dem Krisentreffen am Freitag sollten laut iranischem Staatsfernsehen Präsident Hassan Ruhani, einige seiner Minister sowie die Generäle der iranischen Revolutionsgarden teilnehmen.

Besonders die Generäle warnten die USA: «Das Weiße Haus kann jetzt schon für seine Truppen in der Region die Särge bestellen», sagte Vize-Kommandeur Mohammed-Resas Naghdi. Ähnlich äußerte sich auch der Revolutionsgarden-Sprecher Ramesan Scharifi in Richtung USA und Israel: «Heute mögen sich die Amerikaner und die Zionisten noch über den Tod des Generals freuen. Aber wir werden schon bald diese Freude in Trauer umwandeln», sagte Scharifi im Staatssender IRIB.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.