epa/M.A. Pumpha Kushmara

Anteilnahme aus aller Welt

21.4.2019 11:15 Uhr

Der koordinierten Anschläge auf mehrere Kirchen und Hotel auf Sri Lanka haben über Hundert Todesopfer gefordert. Die Tat hat weltweit Entsetzen hervorgerufen. Auch unter Politikern aus allen Herren Länder. Wir dokumentieren einige Stimmen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt. "Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit", schrieb Erdogan am Sonntag auf Twitter. Im Namen der Türkei spreche er den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und wünsche den Verletzten schnelle Genesung.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu schrieb auf Twitter, was auch immer die Motivation sei, der "niederträchtige Anschlag" in Sri Lanka sei "feige, barbarisch und kaltblütig", genau so wie der Mitte März im neuseeländischen Christchurch verübte Angriff auf Moscheen. "Terror hat keine Religion, keine Nation, keine Geografie."

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich bestürzt über die Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels mit mehr als 130 Toten in Sri Lanka geäußert und sie aufs Schärfste verurteilt. "Die Nachrichten aus Sri Lanka machen fassungslos. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und hoffen mit den Verletzten", schrieb er am Sonntag auf Twitter. Am Osterfest so viel Hass zu erleben, schmerze. "Ostern ist ein Fest der Liebe, das uns lehrt: Hass unsererseits kann nie die Lösung sein."

Weiter erklärte der SPD-Politiker: "Diese niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in der Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende. Nichts kann die gezielte Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen."

Die deutsche Botschaft in Sri Lanka stehe mit den lokalen Behörden in Kontakt und bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche betroffen sind. "Deutsche, die sich in Sri Lanka aufhalten, sollten sich von den Anschlagsorten fernhalten und den Anweisungen der Behörden Folge leisten", riet Maas. Das Auswärtige Amt richtete einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter 030-50000 melden.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich tief betroffen gezeigt. "Fassungslos und voller Entsetzen verfolge ich die schrecklichen Nachrichten über die feigen Terroranschläge in Sri Lanka, bei denen so viele unschuldige Menschen den Tod fanden und viele mehr verletzt wurden", erklärte er am Ostersonntag in Berlin. "Besonders niederträchtig ist, dass zahlreiche friedlich Betende in Gotteshäusern am Ostersonntag Ziel dieser hinterhältigen Angriffe wurden."

Deutschland stehe an der Seite des Landes "in der Entschlossenheit, dem menschenverachtenden Terror entgegenzutreten". Den Verletzten wünschte Steinmeier Kraft und schnelle Genesung. "Meine Gedanken sind auch bei den Hinterbliebenen und Freunden der Opfer und den Helfern vor Ort."

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat die Angriffe auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 130 Toten als "abscheuliches Verbrechen" verurteilt. Sie hätten auch jenen gegolten, die am Ostersonntag beteten, schrieb Reuven Rivlin auf Twitter. "Wir sind alle Kinder Gottes; eine Attacke auf eine Religion ist eine Attacke auf uns alle." Das israelische Außenministerium teilte mit, bislang gebe es keine Informationen zu israelischen Opfern bei den Anschlägen.

Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hat die Anschläge auf mehrere christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten scharf verurteilt. Angriffe auf Gottesdienstbesucher seien schrecklich, schrieb Ghani am Ostersonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Sein Land stehe "an diesem dunklen Tag" in Solidarität an der Seite Sri Lankas. Den Opfern sowie den Angehörigen, die an diesem heiligen Fest ihre Lieben verloren hätten, sprach er seine tiefe Anteilnahme aus.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge auf christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt. "Das ist ein grausames und zynisches Verbrechen inmitten der Osterfeiertage", hieß es in einem Schreiben des Kremlchefs an den Präsidenten von Sri Lanka. "Ich gehe davon aus, dass Täter und Auftraggeber eine verdiente Strafe bekommen." Russland stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite von Sri Lanka. Das Land trauere mit der Bevölkerung von Sri Lanka, gleichzeitig hoffe Putin auf eine schnelle Genesung der Verletzten.

Der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki betonte der Agentur Interfax zufolge, dass Terroristen nur gemeinsam erfolgreich bekämpft werden könnten. "Wenn es eine solche Anfrage an Russland gibt, wird die russische Seite sicherlich alle notwendige Unterstützung bei der Suche nach den Verbrechern geben und den Opfern helfen", schrieb der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Parlament.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten scharf verurteilt. Der Tod "Dutzender Menschen, die Ostern feierten, bringt uns zum Weinen", schrieb der sozialistische Politiker auf Twitter. Sánchez betonte aber: "Terror und Barbarei werden uns niemals bezwingen." Nach Angaben der zuständigen diplomatischen Vertretung gibt es vorerst keine Informationen zu spanischen Opfern bei den Angriffen.

Der Iran hat die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten verurteilt. "Wir verurteilen diese boshaften Terroranschläge auf Betende in Colombo aufs Schärfste," schrieb Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Sonntag auf seiner Twitter-Seite. Teheran sei in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und spreche der Regierung sowie dem Volk in Sri Lanka sein tiefstes Beileid aus, so der Sprecher.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Anschläge auf mehrere Luxushotels und christliche Kirchen in Sri Lanka "aufs Schärfste" verurteilt. "Tiefe Trauer nach den Terroranschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka", schrieb Macron am Sonntag auf Twitter. Es handele sich um "abscheuliche Taten". Er sprach den Menschen in Sri Lanka seine Solidarität aus. Die Gedanken seien an diesem Ostertag bei allen Angehörigen der Opfer.

Auch US-Präsident Donald Trump hat den Menschen des Inselstaats sein Mitgefühl ausgesprochen. Er bot in einer Nachricht auf Twitter zugleich die Unterstützung der USA an. "Wir stehen bereit, um zu helfen", schrieb der US-Präsident am Sonntag. Er sprach von "schrecklichen Terrorattacken".

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat die Anschläge in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten verurteilt. Die Nachricht von den Angriffen habe ihn schockiert und tief betrübt, teilte Trudeau am Sonntag in Ottawa mit. «Für Millionen Menschen auf der Welt ist Ostern eine Zeit, um über Jesus' Botschaft von Mitgefühl und Güte nachzudenken - eine Zeit, um mit Freunden und Familie zusammenzukommen», erklärte der Premier. «Wir können solche Anschläge nicht die Hoffnung, die wir teilen, schwächen lassen.» Aktuell gebe es noch keine Hinweise auf kanadische Opfer, hieß es weiter.

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(an/dpa)