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Antalya: Wo einst der Avlan-See war, grasen heute Ziegen und Schafe

12.1.2021 12:03 Uhr

Die Dürre, die im letzten Jahr die Türkei heimgesucht hat, sorgt auch in den Mittelmeergebieten für immer mehr austrocknende Flächen, wie beispielsweise den Avlan See im Bezirk Elmali in Antalya. Der See, der einst eine Fläche von 850 Hektar füllte, ist in den letzten Jahren immer weiter zusammengeschrumpft. 2018 hatte die Wasserfläche gerade mehr einmal die Größe eines Fußballfelds. Dort, wo einst Zugvögel am Wasser Rast machten, grasen heute Schafe und Ziegen.

Ein Schild, welches davor warnt, im See schwimmen zu gehen, steht heute auf einer angetrockneten Wiese, nachdem die Regenmenge in den letzten Jahren um ein Drittel zurückgegangen ist.

Am meisten bekommen die Dürre die Anwohner der Dörfer Göltarla und Karamik zu spüren. Der Dorfvorsteher Durmus Sarikaya erzählt, dass man den See in den 1970er Jahren aus landwirtschaftlichen Gründen trockenlegen wollte, aber von dem Plan abgekommen sei, nachdem er zu starker Trockenheit in der Region führte. Bis 1995 wurde die Fläche trotzdem landwirtschaftlich genutzt, bis sie wieder ausreichend Wasser führte.

Um den See zu retten, erklärt Sarikaya, könnte man Wasser aus dem höhergelegenen Karagöl See in den Avlan See leiten, da bereits ein Kanalsystem zwischen den beiden Gewässern bestehen würde.

Ein Anwohner von Göltarla, Mustafa Özdemir, sieht den See bereits verloren und möchte die Fläche lieber wieder landwirtschaftlich nutzen. Er erzählte der Demirören Nachrichtenagentur, dass die Bauern durch den Anbau der Fläche viel Geld verdient hätten und man dies wieder so machen sollte: "Der See ist weg, ist ausgetrocknet. Die Fläche sollte für die Landwirtschaft genutzt werden."

(be)

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