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Antalya: Neue Hinweise zur Identität der 1.700 Jahre alten gefundenen Frauenstatue

9.8.2020 22:07 Uhr

Ein türkisches Team von Forschern und Archälogen nimmt an, dass die Frauenstatue, die vor einigen Wochen bei Ausgrabungen in Perge in der südlichen Provinz Antalya gefunden wurde, einer Philanthropin aus einer der Adelsfamilien der antiken Stadt gehörte.

Die 1.700 Jahre alte Frauenstatue, deren Kopf am Hals abgebrochen ist, spiegelt mit ihrem schlichten Kleid, dem welligen Haar, dem Schleier auf dem Kopf, den Augenbrauen, den Lippen und dem Kinn die Merkmale der anderen Statue der "Perge Sculpture School" wider.

Die 180-Zentimeter-Statue könnte laut Sedef Cokay Kepce, Vorsitzende der Ausgrabungsarbeiten in Perge, somit von Plancia Magna sein. Plancia Magna war eine Honoratiorin der antiken Stadt sowie eine wichtige Philanthropin.

Die kopflose Statue und Sedef Cokay Kepce (Bild: DHA)

„Es ist fast so, als wäre ein besonderer Ehrenplatz [für die Statue] geschaffen worden. Aus diesem Grund ist diese Frauenstatue, die wir entdeckt haben, wahrscheinlich eine geehrte Frau, die zu einer der Adelsfamilien der Stadt gehörte.“ Die Kleidung der Frauenstaue ist ein dünner, drapierter, langer Mantel, fügte Kepce ihren Angaben hinzu.

Die im 3. Jahrhundert nach Christus erbaute Frauenstatue wird den Besuchern nach den Reinigungs- und Montagearbeiten im Antalya Museum präsentiert.

Die antike Stadt Perge

Die antike Stadt Perge liegt 17 Kilometer östlich von Antalya innerhalb der Grenzen von Aksu. Die archäologische Stätte wurde seit 1946 systematisch von der Universität Istanbul ausgegraben und 2009 in die Liste des vorläufigen UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Stadt ist laut der Agentur der Vereinten Nationen für lokale Skulpturen bekannt, in denen Frauen auf administrativer Ebene tätig waren.

(gi)

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