Antalya: Giftiger Schaum stürzt über Düden-Wasserfall ins Meer

19.1.2021 17:49 Uhr

Seit der letzten Woche war zu beobachten, wie sich übelriechender – und anscheinend giftiger – Schaum über den Unteren Düden-Wasserfall in Antalya ins Mittelmeer ergoss. Der Schaum trieb bis zu zwei Kilometer weit ins Meer und tötete Tausende Fische.

Nach ersten Untersuchungen der Wasser- und Fischproben der zuständigen Stellen der Provinzdirektion für Umwelt und Urbanisierung, der Provinzdirektion für Land- und Forstwirtschaft und der Stadtgemeinde Antalya stellte sich heraus, dass einige Unternehmen ihre Abwässer ungefiltert ins Grundwasser abließen, welches sich mit dem Düden-Fluss vermengte.

Geldstrafen und Betriebsverbot für zehn Unternehmen

Der Provinzdirektor für Umwelt und Urbanisierung, Tevfik Altinay, sagte, dass die Untersuchungen zu den Unternehmen fortgesetzt werden. Zehn Unternehmen wurden bereits mit Geldstrafen in Höhe von 2,5 Millionen Lira (rund 277.000 Euro) belegt. Zudem mussten sie den Betrieb unverzüglich bis auf Widerruf einstellen.

Am Montag wurden zehn weitere Unternehmen inspiziert, von denen drei ebenfalls Abwässer ungefiltert abließen. Gemäß Umweltgesetzgebung werden erforderlichenfalls Arbeiten durchgeführt, um ihre Aktivitäten einzustellen und sie gegebenenfalls zu schließen.

"Die Perle der Stadt"

Der Tourismusbeauftragte des Stadtrats von Antalya, Recep Yavuz, der selbst in der Nähe der Wasserfälle lebt, zeigt sich besorgt. Die Wasserfälle seien eine der wichtigsten Attraktionen in Antalya und besonders bei russischen Touristen sehr beliebt.

"Sie sind die Perle der Stadt", so Yavuz. "Daher ist es sehr wichtig, nicht nur Strafen, sondern auch andere Sanktionen gegen diese Einrichtungen zu verhängen."

(be)