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Antalya: Gebäude an Küsten in Erdbebengefahr

9.12.2020 9:06 Uhr

Am Samstag, den 5. Dezember kam es vor der Küste Antalyas zu einem Erdbeben der Stärke 5,2. Der Geophysiker Atakan Yüklü schlägt nun Alarm: Käme es zu einem Beben der Stärke 7,0 oder mehr würden es viele Häuser an den Steilküsten der Provinz kaum überstehen. Und auch die Gebäude, die vor dem Jahr 2000 erbaut wurden, sieht der Experte in Gefahr.

Das Erdbebenrisiko in der Region sei hoch, denn sowohl im Hellenischen Bogen südlich von Kreta als auch im Zypernbogen südlich von Zypern käme es zu vielen Bewegungen. Dies liege daran, dass sich die Afrikanische Platte langsam unter die Anatolische Platte schiebe. Das könne laut Yüklü zu vermehrten und stärkeren Erdbeben führen.

Tiefe Erdbeben richten weniger Schäden an

Yüklü erklärte, dass das Erdbeben am Wochenende keine großen Schäden angerichtet habe, weil es sehr tief zutage getreten sei. Wäre der Ausbruch in einer höheren Schicht passiert, hätte das Erdbeben mit Leichtigkeit eine Stärke von 7,0 oder mehr erreichen können. Dass dies bereits in der Vergangenheit geschehen sei, könnte man heute noch an den Ruinen einiger antiken Stätten rund um Lykien sehen.

Viele Tourismusgebiete gefährdet

Laut Yüklü seien bei einem Erdbeben in Antalya besonders die Küstenregionen betroffen. Dazu gehören auch Urlaubsregionen wie Alanya, Manavgat, Serik oder Kemer. Dort, wo Häuser an und auf den Steilküsten gebaut wurden, sei das Risiko besonders hoch. Oftmals sind die Küsten von Höhlen und Öffnungen durchzogen, was das führen könnte, die Häuser stark beschädigt oder gar zerstört werden würden. .

(be)

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