DHA

Antalya: Chefärztin nach Mobbing von Krankenschwestern entlassen

18.12.2020 19:02 Uhr

Die örtliche Gesundheitsbehörde der Urlaubs-Provinz Antalya in der Türkei hat eine Untersuchung gegen die Chefärztin eines staatlichen Krankenhauses eingeleitet und sie entlassen. Der Ärztin wird Mobbing am Arbeitsplatz vorgeworfen. Sie hat den Berichten zufolge zwei Krankenschwestern bestraft und sie hunderte Male gezwungen "Ich bin ein Dummkopf" zu schreiben. Die betreffende Chefärztin soll die beiden Krankenschwestern veranlasst haben, die abfälligen Kommentare jeweils 500 Mal auf sieben separate Seiten zu schreiben.

Der Untersuchung zufolge stellte die Chefärztin Aysegül Alkan fest, dass sich die beiden Krankenschwestern Merve Sahiner Caliskan und Ayse Yetkin während ihrer Schicht nicht in ihrem Serviceraum befanden. Alkan hat die beiden zuerst vor einigen Managern beschimpft und sie später genötigt zu schreiben: "Ich bin ein Dummkopf." Die Krankenschwestern lehnten das zunächst ab, schrieben aber später die verlangten Notizen. Besonders entwürdigend war, dass die diese Texte auch noch mit ihrem Namen unterschreiben mussten. Darauf bestand die Chefärztin ausdrücklich.

Am späten 17. Dezember gab Gesundheitsminister Fahrettin Koca bekannt, dass die Chefärztin entlassen wurde. "Es ist uns nicht möglich, ein solches Verhalten zu akzeptieren", sagte Koca auf Twitter und betonte, dass der Vertrag der Ärztin gekündigt wurde.

(ce)

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