epa/Jawad Jalali

Anschlag auf Bus in Kabul

3.6.2019 15:21 Uhr

Bei einer Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens zehn weitere Personen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Kabuler Polizei, Ferdaus Faramars, am Montag.

Unbekannte hätten eine Magnetbombe an einem Bus angebracht, der Mitarbeiter einer Regierungsbehörde zur Arbeit bringen sollte.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Erst am Sonntag war in Kabul ein Bus mit Universitätsstudenten angegriffen worden. Dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet; die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Kein Waffenstillstand mit der Taliban

Nach mehreren Wochen relativer Ruhe Anfang des Jahres ist im Mai die Zahl der Angriffe in Kabul wieder gestiegen. Vergangene Woche griffen die radikalislamischen Taliban einen US-Konvoi mit einer Autobombe an. Ein Selbstmordattentäter des IS sprengte sich vor der Marschall-Fahim-Militärakademie in die Luft. Auch Kontrollposten der Sicherheitskräfte wurden überfallen.

Die Taliban, die mit den USA über eine politische Lösung des langwierigen Konflikts sprechen, enttäuschten zuletzt Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand. Sie erklärten am Samstag, niemand solle erwarten, dass sie "kaltes Wasser auf die erhitzten Schlachtfelder des Dschihads" gießen würden, bevor sie ihre Ziele erreichten.

(an/dpa)