Hürriyet

Ankaragücü mit glücklichem Heimsieg

24.2.2019 13:44 Uhr, von Chris Ehrhardt

Für die Teams von Ankaragücü und Erzurumspor konnte es in der Süper Lig vor ihrem Aufeinandertreffen nur eine Devise geben: Drei Punkte gegen den Abstieg sind Pflicht. Die Liga liegt so dicht beieinander, dass jeder Punktverlust am Ende dramatische Folgen haben könnte. Am Ende jubelten die Hauptstädter über drei Punkte, wobei dieser Sieg sehr glücklich war.

Die Zuschauer sahen in der ersten Hälfte ein Spiel, dass vor allen Dingen den Fans von Ankara gefallen haben dürfte. Es ging flott zur Sache, wurde direkt gespielt und das auch mit Zug zum Tor. Das Bemühen zahlte sich dann auch nach 25 Spielminuten bereits aus. Dever Orgill mit der Vorarbeit und Tyler Boyd als der Vollstrecker – 1:0 für Ankara und damit mehr Luft zu den Kellerkindern der Liga. In der Folge kamen dann aber die Gäste aus Erzurum, dem Kühlschrank der Türkei, wo die Nacht zweistellige Minusgrade herrschten, besser ins Match. Vielleicht war es ihnen in Ankara schlicht zu warm. Aber sie zeigten sich, ohne jedoch zu zählbaren Erfolgen zu kommen. So ging es dann mit dem knappen Vorsprung für die Hauptstädter in die Pause.

Erzurum erwischte Ankara zuerst auf dem falschen Fuß

Die zweiten 45 Minuten starten so, wie die Gücü-Gans es sicher nicht wollten – mit dem schnellen Ausgleich. Und es war ein kurioses Tor. Der Norweger und Neuzugang im Wintertransferfenster Kristian Fardal Opseth trat zu einem Freistoß an. 22 Meter zum Tor. Er ballerte den Ball im Grunde in die Mauer, aber ein Erzurumspieler duckte sich weg, der Ball titschte auf seinen Rücken und änderte die Flugrichtung. Da sah Keeper Altay Bayindir schwer desorientiert aus, wie er auf der Linie umherirrte – 1:1 und alles wieder auf Start.

In der 73. Minute musste Erzurum dann eine böse Kröte schlucken. Opseth erhielt die zweite Gelbe und musste entsprechend runter. Das wird mit großer Sicherheit die immerwährende Schiedsrichterdiskussion in der Süper Lig nicht verstummen lassen. Kurz vor dem Ende dann großer Jubel aus dem Gücü-Block. Die Kugel zappelte im Netz. Doch Halil Umut Meler hatte zuvor bei der Annahme des Balles mit der Brust ein Handspiel verortet. Den Videoschiedsrichter bemühte er nicht.

Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit, als der 93. Minute, jubelte Ankara erneut. Dever Orgill zog ab, der Ball wurde, wie zuvor beim Ausgleich von Erzurum, abgefälscht und trudelte in die Maschen – 2:1 für Ankara. Ein echtes Billardtor. Dabei blieb es dann auch und Ankara konnte sich über drei Punkte freuen.

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