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Ankaragücü grillt Fenerbahce

15.2.2020 21:25 Uhr, von Chris Ehrhardt

Fenerbahce Istanbul ist in der türkischen Süper Lig massiv von der Rolle. Nach der Niederlage gegen Trabzonspor folgte ein mageres Remis gegen Alanyaspor und nun eine 1:2-Niederlage in der Hauptstadt gegen MKE Ankaragücü. Mit der eher nicht einkalkulierten Schlappe können sich die Kanarienvögel aus Kadiköy zumindest vorerst von der Tabellenspitze verabschieden.

Dass es Fenerbahce gegen Kellerkind Ankaragücü ernst nahm, sah man an der Aufstellung. Trainer Ersun Yanal schickte seine erste Elf "aufs Eis" und wollte mit einem Auswärtsdreier den Anschluss nach oben wahren. Doch dazu sollte man sich nicht so ideenlos präsentieren, wie es das Team aus Istanbul tat. In der 13. Minute rappelte es darum auch im Karton bei den Kanarienvögeln. Bei einem Angriff der Hausherren wollte Keeper Altay Bayindir den Manuel Neuer machen, war dafür aber viel zu langsam. Der Pole Konrad Michalak kam mit dem Kopf an den Ball und der Georgier Saba Lobzhanidze schibbelte die Kugel ins Netz – 1:0. In der ersten Hälfte erinnerte die Hintermannschaft von Fener mehr an einen Schweizer Käse, denn an eine echte Verteidigung. So blieb es mit etwas Glück zur Halbzeit bei der knappen Führung von Ankara.


Yanal brachte zu Beginn der zweiten 45 Minuten seine Geheimwaffe: Emre Belözoglu. Der wurde aber in der 66. Minute verletzt wieder ausgewechselt. Und als Fenerbahce sich danach erneut sortieren musste, war in der 75. Minute der 24-jährige Luxemburger Gerson Rodrigues zur Stelle und nagelte den Ball aus rund 17 Metern beherzt in die Maschen – 2:0. Auch hier sah die FB-Hintermannschaft nicht so gut aus. Fenerbahce stand sich auch danach regelmäßig selbst im Weg und so dauerte es bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit, ehe für die Istanbuler doch noch Zählbares auf die Anzeigetafel kam. Serdar Aziz sorgte mit seinem Tor zum 2:1 für den Anschlusstreffer, der aber viel zu spät kam. Damit ist Fenerbahce erst einmal weg vom Meisterschafts-Fenster. Ankaragücü hat mit dem Heimsieg zuerst einmal Antalyaspor, den Klub von Lukas Podolski, auf einen Abstiegsplatz geschoben.

Göztepe setzt sich im Mittelfeld fest

Dem Samstagauftakt machte Denizlispor gegen Tabellenschlusslicht Kayserispor. Und der Rumäne Cristian Sapunaru war es in der 69. Minute, der die Gäste jubeln ließ. Ein Gefühl, das man bei Kayseri kaum noch kennt. Und doch reichte dieser eine Treffer, um drei Punkte aus Denizli mitzunehmen, die aber am Tabellenplatz nichts ändern.


In der zweiten Samstagspartie trafen Konyaspor auf Göztepe Izmir. Das Team aus Izmir zeigte wieder einmal, dass mit ihnen zu rechnen ist, wenn man sie spielen lässt. Konyaspor ging zwar in der 34. Minute durch Ömer Ali Sahiner in Front, aber Serdar Gürler glich bereits fünf Minuten später in der 39. Spielminute aus. In den zweiten 45 Minuten schweißten die Gäste dann durch Andre Castro in der 68. Minute und durch Halil Akbunar in der 74. Spielminute den Sack zu und nahmen drei Punkte aus Konya mit. Konyaspor rückte damit wieder gefährlich nah an die Abstiegszone heran und Göztepe setzt sich mit 33 Zählern im oberen Mittelfeld fest. Der Abstieg sollte in dieser Saison kein Thema in Izmir sein.

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