HDN

Ankara wirft Paris in Libyen das Begehen von Verbrechen vor

5.7.2020 17:29 Uhr, von Andreas Neubrand

Am 3. Juli hat der Sprecher der türkischen Regierungspartei Frankreich vorgeworfen, im Bürgerkriegsland Libyen Verbrechen begangen zu haben.

Ömer Celik sagt, dass Massengräber aufgetaucht seien, die Frankreich zuzuordnen wären. Doch das Land, welches sich als Vorreiter in Sachen Menschenrechte sähe, versuche nun die Toten der Türkei in die Schuhe zu schieben.

Frankreichs Kolonialgeschichte

Er erinnerte dabei an die Kolonialgeschichte Frankreichs und sagte: "Frankreich ist schuldig. Man kann diese Massengräber nicht verstecken, indem man mit dem Finger auf die Türkei zeigt."

Libyen wird seit dem Sturz von Diktator Muammar Gaddafi im Jahr 2011 von einem Bürgerkrieg heimgesucht. Die neue Regierung des Landes wurde 2015 im Rahmen eines von den Vereinten Nationen geschlossenen Abkommens gegründet. Eine politische Lösung scheitert an einer militärischen Offensive von General Haftar. Die UN und die Türkei erkennen die Regierung von Fayez al-Sarraj als rechtmäßige Autorität des Landes an. Bei dem Kampf gegen Haftars Milizen kamen in dem Land mehr als 100.000 Menschen ums Leben.

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.