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Ankara und Rom wollen sicheres Mittelmeer

11.7.2020 11:07 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei und Italien, zwei Regionalmächte, haben vereinbart, im Zuge des anhaltenden Bürgerkriegs in Libyen und dem anhaltenden Konflikt um Gasvorräte im Mittelmeer, zusammenzuarbeiten.

Der italienische Verteidigungsminister Lorenzo Guerini besuchte am 7. Juli Ankara, um mit Verteidigungsminister Hulusi Akar über mehrere Themen zu sprechen. Das wohl wichtigste Thema war dabei der Bürgerkrieg in Libyen. Guerinis Besuch erfolgt nach dem wichtigen Besuch des türkischen Verteidigungsministers in Libyen, wo die Regierungstruppen auf die strategisch wichtige Stadt Sirte vorrückt.

Sicheres Mittelmeer ist für beide Seiten von Vorteil

Die beiden Nato-Verbündete betonen, dass eine engere Kooperation im Mittelmeer für beide Seiten von Vorteil sei.

"Wir freuen uns sagen zu können, dass wir in vielen Fragen ähnliche Ansichten haben", sagt Akar. "Daher haben wir festgestellt, dass wir zur Wahrung unserer Interessen enger zusammenarbeiten wollen."

Türkisch-italienische Patrouillen im Mittelmeer

Die türkische und die italienische Marine haben im Mittelmeer gemeinsame Übungen abgehalten, um bei zukünftigen Streitigkeiten weiter zusammenzuarbeiten.

Auch der italienische Verteidigungsminister wertete den Besuch positiv. "Wir haben unser Wissen und Vorstellungen miteinander geteilt. Die Freundschaft zwischen der Türkei und Italien hat tiefe Wurzeln", so Guerini.

Politische Lösung für Libyen gefordert

"Beide Länder wollen für Libyen eine politische Lösung. Auch wollen wir zusammen im östlichen Mittelmeerraum mehr Verantwortung tragen", so der italienische Minister weiter: "Sowohl die Türkei als auch Italien haben ein großes Interesse an Stabilität im Mittelmeer."

Der türkisch-italienische Dialog über Libyen und das Mittelmeer wird sich in der nächsten Zeit vertiefen. Beide Länder sind auch besorgt über die internationale Unterstützung, die General Haftar erfährt. Frankreich, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Russland haben sich schon auf die Seite Haftars gestellt. Dies könne Libyen weiter spalten.

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