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Ankara sendet 1000 Polizisten an griechische Grenze

5.3.2020 11:46 Uhr

An der türkisch-griechischen Grenze bahnt sich eine neue Eskalationsstufe zwischen der Türkei und Griechenland an, das seine vorrangige Aufgabe darin sieht, die Außengrenzen der EU abzusichern. Seitens der Türkei sollen zusätzliche Kontingents an Polizeikräften an die Grenze entsandt werden, die ein "Zurückdrängen" der Flüchtlinge durch griechische Grenzhüter unterbinden.

Die türkische Regierung entsendet tausend zusätzliche Polizisten an die Grenze zu Griechenland. Diese sollten "verhindern", dass die griechische Regierung Flüchtlinge "zurückdrängt", die versuchten den Grenzfluss Evros zu überqueren, sagte Innenminister Süleyman Soylu am Donnerstag bei einem Besuch im Grenzgebiet. Bei den Polizisten handele es sich um vollausgerüstete Spezialkräfte. "Sie haben 164 Menschen verletzt. Sie haben versucht, 4.900 Menschen in die Türkei zurückzudrängen", sagte Innenminister Süleyman Soylu. "Wir entsenden 1.000 Spezialpolizisten in das Grenzgebiet, um ein Zurückdrängen zu verhindern."

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Wegen der Eskalation des militärischen Konflikts in Nordsyrien hält die Türkei seit dem Wochenende Flüchtlinge nicht mehr davon ab, von ihrem Territorium aus in die EU zu gelangen. Griechische Sicherheitskräfte drängten seitdem zehntausende Migranten an der Grenze zurück. Innerhalb der vergangenen fünf Tage hinderten griechische Grenzschützer nach Regierungsangaben fast 35.000 Menschen am Übertreten der Grenze.

Dabei kam es auch zu gewaltsamen Zusammenstößen, dutzende Menschen wurden festgenommen. Am Mittwoch erschossen griechische Grenzschützer nach türkischen Angaben einen Flüchtling. Die Regierung in Athen wies dies entschieden zurück und sprach von "Falschnachrichten" oder "FakeNews".

Zuletzt aktualisiert : 3/5/2020 11:54

(afp)

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