imago images/ZUMA Press

Ankara denkt über Post-Corona-Zeit nach

22.5.2020 9:35 Uhr, von Andreas Neubrand

In der Post-Coronavirus-Zeit wird nichts mehr so sein, wie zuvor. Davon geht der Sprecher des türkischen Präsidenten aus. "Vergessen wir nicht, dass die Zeit nach dem Virus die neue Normalität darstellen wird", so Ibrahim Kalin. Die Bedingungen, Dynamiken und Parameter werden gerade neu erstellt.

Nichts, wird mehr so sein wie früher. Kalin erklärte die Wichtigkeit von Maßnahmen gegen das Coronavirus: "Wir werden noch lange mit diesen Maßnahmen leben. Wir werden bis auf Weiteres Masken tragen und auf soziale Distanz achten, überfüllte Räume meiden und so oft es geht von zu Hause aus arbeiten." Schrittweise werde sich auch die Türkei wieder normalisieren, so Kalin und stellte neue Maßnahmen für den muslimischen Feiertag Eid al-Fitr, der das Ende des Fastenmonat Ramadan markiert, in Aussicht.

Corona-Krise schwächt europäische Idee

Er sprach dabei auch über die Erfahrungen, die die EU im Kampf gegen das Virus gemacht hat. Aus seiner Sicht geht die europäische Idee und die Institutionen der EU geschwächt aus der Krise hervor.

Auch kritisierte er US-Präsident Donald Trump, der darauf bestanden hat, dass Coronavirus als "chinesisches Virus" zu bezeichnen. Kritiker werten das als Rassismus. "Die Reduzierung einer Pandemie auf eine ethnische Herkunft löst unsere Probleme nicht. Die zunehmende Unempfindlichkeit gegenüber Rassismus ist ein gefährlicher Trend", so Kalin.

Kalin ging auch auf die "sehr gefährliche" Entwicklung in Indien ein und sagte: "In Indien werden Muslime beschuldigt, das Virus zu verbreiten, weil sie angeblich bei religiösen Zeremonien die Abstandsregeln nicht einhalten."

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.