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Angriffe auf Karnevalisten in Köln

12.11.2019 9:21 Uhr

Am 11.11. startete die neue Karnevalssession. Zehntausende Narren waren auf den Straßen, um den Beginn der fünften Jahreszeit zu feiern. Dabei sind Feierwütige von einem Unbekannten hinterrücks attackiert worden. Ihnen wurde ein Kabelbinder umgelegt, der dann zugezogen wurde. Die Behörden ermitteln gegen unbekannt und versuchen anhand von Videodaten herauszufinden, bei wem es sich um den Angreifer handelt.

Nach einem Angriff mit einem Kabelbinder auf einen Karnevalisten in Köln sucht die Polizei nach dem Täter. Es werde geprüft, ob Kameras den Vorfall aufgezeichnet haben, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Ein Unbekannter hatte am Montagnachmittag einem 22-Jährigen den Kabelbinder von hinten um den Hals gelegt und fest zugezogen. Ein Arzt im Sanitätszelt befreite den jungen Mann von dem Plastikband.

Anschlag oder ein eskalierender Spaß

Bei ihren Ermittlungen zu der Tat schilderte ein Sanitäter den Kriminalbeamten, dass es am frühen Vormittag einen ähnlichen Fall gegeben habe. Allerdings sei der Kabelbinder dabei locker gewesen. Der Polizei zufolge gab es zudem Hinweise auf zwei weitere Fälle, die jedoch von Zeugen als nicht so gravierend dargestellt worden seien.

Im Fall des 22-Jährigen erklärte der Arzt den Polizisten, dass der Kabelbinder so fest um den Hals gezogen war, dass dadurch nach seiner Einschätzung die Durchblutung des Kopfes eingeschränkt war. Es sei eine ernstzunehmende Straftat, die von gefährlicher Körperverletzung bis hin zu einem versuchten Tötungsdelikt gewertet werden könne, hieß es. In der Nacht blieb es in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf nach Polizeiangaben verhältnismäßig ruhig. Es habe keine größeren Vorfälle gegeben, erklärten die Behörden am Dienstagmorgen.

(ce/dpa)

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