dpa

Angriff auf Polizist: Ermittlungen in linker Szene

2.1.2020 13:17 Uhr

In der Silvesternacht wird in Leipzig ein Polizist attackiert und schwer verletzt. Die Behörden ermitteln wegen politisch links motivierter Kriminalität.

Leipzig sei deutschlandweit eine Hochburg linksextremistischer Straftäter, sagte Tom Bernhardt, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen am Donnerstag. Er betonte, dass das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (PTAZ) nicht gegen Linke, sondern gegen Straftäter ermittle. Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes gegen den 38 Jahre alten Polizisten dauerten an.

Bei dem Vorfall im Leipziger Stadtteil Connewitz hätten mehrere Menschen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen, hieß es von der Polizei. Dem Polizisten sei der Helm vom Kopf gerissen worden, bevor er attackiert worden sei, verlautete aus Polizeikreisen. Der 38-Jährige verlor das Bewusstsein. Er musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus notoperiert werden. Zu seinem Zustand machte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag auf Anfrage keine Angaben.

Im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zehn Menschen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nach der Silvesternacht festgenommen, darunter zwei Frauen. Wie Sprecher Ricardo Schulz sagte, werde den meisten von ihnen vorgeworfen, Polizisten tätlich angegriffen zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen bestehe kein Zusammenhang zwischen Festgenommenen und dem "massiven Angriff" auf den 38 Jahre alten Polizisten, so Schulz. Am Donnerstagnachmittag wollen LKA und Staatsanwaltschaft zum aktuellen Stand der Ermittlungen informieren.

(be/dpa)

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