Symbolbild: imago images / Future Image

Angriff auf Haus von jüdischem Ehepaar

20.5.2019 12:43 Uhr

In Hemmingen bei Hannover ist das Wohnhaus eines jüdischen Ehepaares Ziel eines mutmaßlich antisemitischen Angriffs geworden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover wurde eine Fußmatte vor der Haustür angezündet. Zudem sei mit roter Farbe im Eingangsbereich das Wort "Jude" aufgesprüht worden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Montag. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" ("HAZ") hatte zuvor über den Angriff in der Nacht zum Samstag berichtet. "Wir nehmen den Fall sehr ernst", sagte Klinge. Die Polizei habe noch am Wochenende in der Nachbarschaft nach Zeugen gesucht. Der Staatsschutz ermittelt.

Keine Ämter in der jüdischen Gemeinde inne

Wie die "HAZ" (Montag) berichtete, lebten die Eheleute zurückgezogen und hatten in der jüdischen Gemeinde kein Amt inne. Rebecca Seidler von der liberalen jüdischen Gemeinde Hannover will der Zeitung zufolge den Zentralrat der Juden in Deutschland und den Beauftragten der Bundesregierung für den Kampf gegen Antisemitismus über den Angriff informieren.

Im vergangenen Jahr war in Niedersachsen die Zahl der antisemitischen Straftaten laut Innenministerium von 128 auf 99 gesunken. Bundesweit hatte ihre Zahl dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent zugenommen. 2018 wurden 1644 antisemitische Straftaten erfasst.

(gi/dpa)

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