epa/Jens Köhler

Angriff auf Handelsschiff vereitelt

8.7.2019 21:48 Uhr

Nach eigenen Angaben hat das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis zufolge einen Angriff von Huthi-Rebellen auf ein Handelsschiff im Roten Meer abgewehrt. Marinetruppen hätten dort am Montag ein mit einer Sprengfalle versehenes Boot abgefangen und zerstört, teilte der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Malki, mit. Um welches Schiff es sich handelte, bleib zunächst unklar.

Al-Malki machte die vom Iran unterstützen Huthi-Rebellen für die angeblichen Attacke verantwortlich. Die Bedrohung der internationalen Schifffahrt sei ein "gefährlicher Terrorakt", sagte Al-Malki. Die Verantwortung der Huthis für den mutmaßlichen Angriff ließ sich von unabhängiger Seite zunächst nicht bestätigen.

Angespannte Region wegen Spannungen zwischen Iran und USA

Die Lage in der Region ist wegen Spannungen zwischen dem Iran und den USA seit Monaten sehr angespannt. Der Iran hatte zuletzt eine Aufklärungsdrohne abgeschossen, die nach Angaben aus Teheran den Luftraum des Landes verletzt hatte. Die USA bereiteten daraufhin einen Gegenschlag vor, den Präsident Donald Trump nach seinen Worten in letzter Minute stoppte. Zuvor hatten Sabotageakten gegen vier Handelsschiffe und Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman die Sorgen vor einer militärische Eskalation ebenfalls verstärkt.

Das vom sunnitischen Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis kämpft seit 2015 im Jemen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen. Diese greifen mit Drohnen und Raketen immer wieder Ziele im Nachbarland Saudi-Arabien an. Beide Länder liegen am Roten Meer.

(an/dpa)

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