dpa

Angreifer wollte Türen der Synagoge aufschießen

9.10.2019 16:41 Uhr

Wie der Vorsitzende der dortigen Jüdischen Gemeinde, Max Privorozki, am Mittwochnachmittag verkündete, habe der Angreifer in Halle versucht, die Türen der Synagoge aufzuschießen.

Der Angriff in Halle richtete sich nach Angaben des Vorsitzenden der dortigen Jüdischen Gemeinde, Max Privorozki, direkt gegen die Synagoge. "Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen", sagte Privorozki am Mittwoch der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Es hätten sich wegen des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur 70 bis 80 Menschen in der Synagoge aufgehalten.

Die Türen hätten aber standgehalten. Der oder die Täter hätten außerdem versucht, das Tor des danebenliegenden jüdischen Friedhofs aufzuschießen, sagte Privorozki. Vor der Tür habe ein Todesopfer des Angreifers gelegen.

Zwei Täter?

Die Menschen in der Synagoge seien sehr geschockt gewesen. "Wir haben die Türen von innen verbarrikadiert und auf die Polizei gewartet", sagte er. Der Gottesdienst sei dann weiter gefeiert worden.

Auch der "Spiegel" berichtete zuvor von Versuchen der mutmaßlichen Täter, in die Synagoge einzudringen. Nach Informationen des Magazins handelte es sich um mindestens zwei Täter. Sie trennten sich nach dem Angriff - einer der Verdächtigen floh im Taxi und konnte auf der Autobahn gestoppt werden. Die Polizei berichtete von einer Festnahme.

(be/dpa)

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