AFP

Angreifer war 39-jähriger Wachmann und Hobbyschütze

20.12.2019 11:22 Uhr

Die Identität des Angreifers der russischen Geheimdienstzentrale scheint laut Medienberichten geklärt zu sein. Den Berichten nach handelt es sich um einen 39-jährigen ehemaligen Wachmann, der auch passionierter Hobbyschütze und mit Waffen geübt gewesen sein soll. Der Mann soll aus Podolsk stammen - eine Stadt, die rund 40 Kilometer von Moskau entfernt liegt. Bestätigungen von offizieller Seite stehen jedoch noch aus.

Am Donnerstagabend hatte ein Mann in der Nähe des Hauptquartiers des Inlandsgeheimdiensts FSB auf der Bolschaja-Lubjanka-Straße im Zentrum Moskaus das Feuer eröffnet. Ein Geheimdienstmitarbeiter wurde getötet, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Der Angreifer wurde nach etwa 30 Minuten von Sicherheitskräften erschossen. Die russischen Behörden gehen bislang offiziell nicht von einem Terroranschlag aus und haben nur Ermittlungen wegen eines Angriffs auf Angehörige der Sicherheitsorgane eingeleitet.

Wohnung durchsucht und Mutter verhört

Den Medienberichten zufolge wurde der Wohnsitz des mutmaßlichen Täters in der Nacht von den Behörden durchsucht. Mehrere Medien veröffentlichten ein Foto des getöteten Angreifers: ein korpulenter Mann mit Brille und kurzem Bart. Die Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda" und der Fernsehsender REN-TV berichteten unter Berufung auf einen Ermittler, der mutmaßliche Täter habe sieben Waffen legal besessen. Er habe zudem an Schießwettbewerben teilgenommen. Ein Ausbilder des Waffenclubs des Mannes sagte "Komsomolskaja Prawda", dass dieser ein schlechter Schütze gewesen sei und immer einen dunklen Kapuzenmantel getragen habe.

Das Boulevardblatt interviewte auch die Mutter des mutmaßlichen Schützen. Diese sagte, er habe als Wachmann gearbeitet, vor kurzem aber aufgehört. Er habe in jüngster Zeit "mit einigen Arabern telefoniert", sagte die Frau demnach. Sie habe die auf Englisch geführte Unterhaltung aber nicht verstanden.

(ce/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.