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Angela Merkel telefoniert mit irakischem Regierungschef

7.1.2020 0:28 Uhr

Am Montag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem irakischen Regierungschef Adel Abdel Mahdi telefoniert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Merkel habe mit Abdel Mahdi über die aktuelle Lage im Land wie auch den jüngsten Beschluss des irakischen Parlaments zum Abbau der internationalen Präsenz in dem Land gesprochen. Details nannte Seibert nicht.

Der britische Premierminister Boris Johnson vereinbarte bei einem Telefongespräch mit Abdel Mahdi, an einer diplomatischen Lösung der Krise zu arbeiten. Johnson habe "das unerschütterliche Eintreten Großbritanniens für die Souveränität und Stabilität des Iraks" unterstrichen, hieß es in einer Mitteilung aus London.

Europa will weiter gegen den IS kämpfen

Merkel, Johnson und der französische Präsident Emmanuel Macron hatten sich am Sonntagabend in einer gemeinsamen Erklärung zur Fortsetzung des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Zugleich forderten sie die irakischen Stellen auf, dem US-geführten Bündnis zum Kampf gegen die Terrormiliz weiterhin die erforderliche Unterstützung zu leisten. Nach Angaben aus Élyséekreisen hatte Macron am Sonntagabend mit Merkel telefoniert.

Das irakische Parlament hatte die Regierung am Sonntag aufgefordert, alle ausländischen Truppen des Landes zu verweisen. Damit reagierte es auf die Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Solemeini und des hohen irakischen Milizenführers Abu Mahdi al-Muhandis bei einem US-Angriff in Bagdad in der Nacht zum Freitag. Getragen wurde der Beschluss vor allem von den pro-iranischen Kräften im Parlament. Die USA haben derzeit vor allem für den Kampf gegen den IS rund 5000 US-Soldaten im Irak stationiert.

(an/dpa)

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