dpa

Angeklagter schweigt im Mordprozess um vermisste Schülerin

7.8.2019 20:51 Uhr

Am Berlin.html">Landgericht Berlin ist der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der vor knapp 13 Jahren verschwundenen Berliner Schülerin Georgine Krüger fortgesetzt worden. Der zweite Verhandlungstag begann am Mittwoch mit dem Verlesen der Anklage. Dem 44-jährigen Deutschen mit türkischen Wurzeln wird vorgeworfen, im September 2006 das damals 14-jährige Mädchen in einen Keller seiner Moabiter Wohnung gelockt, vergewaltigt und erwürgt zu haben. Die Leiche wurde nie gefunden. Das rätselhafte Verschwinden von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Der erste Prozesstag war in der Vorwoche auf Antrag der Verteidigung nach wenigen Minuten vertagt worden. Diese hatte beanstandet, dass die Besetzung des Gerichts zu kurzfristig mitgeteilt worden sei.

Der Angeklagte, der in derselben Straße wie das Opfer wohnte, sitzt seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Bei der Polizei soll er laut Gericht die Vorwürfe bestritten haben.

Erst 2017 waren Kriminalisten durch verdeckte Ermittlungen und Funkzellenauswertungen auf den Verdächtigen gekommen. Der Familienvater war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

(gi/dpa)

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