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Angeblicher Pistolenmann war Fledermausforscher

17.10.2019 19:06 Uhr

Die Bevölkerung ist hypersensibilisiert und sehr vorsichtig. Dadurch geriet ein 62-jähriger Mann ins Fahndungsraster der Polizei in Rheinland-Pfalz. Den Behörden war ein "Pistolenmann" gemeldet worden. Bei näherem Hinschauen stellte sich dieser "Pistolero" aber als Fledermausforscher heraus, der im Behördenauftrag mit einem sogenannten Batlogger Zugrouten von Fledermäusen transparent machen sollte.

Wie die Beamten mitteilten, hatte sich am Mittwochabend eine Frau gemeldet, die den Mann in Birkenfeld beim Hantieren mit einer vermeintlichen Pistole gesehen haben wollte. Das von der Frau notierte Autokennzeichen führte die Ordnungshüter zu einem 62 Jahre alten Mann. Verdutzt, aber bereitwillig habe der Mann nach Polizei-Angaben vom Donnerstag die angebliche Waffe ausgehändigt. Wie sich herausstellte, war der Mann Biologe und die vermeintliche Pistole ein "Batlogger" - ein Gerät, mit dessen Hilfe Ultraschallwellen von Fledermäusen aufgezeichnet und analysiert werden können.

Der Mann gab an, mit dem Gerät im Auftrag einer Behörde vor dem Bau einer neuen Straße die Aktivitäten von Fledermäusen untersucht zu haben. Das Gerät habe er während der Fahrt aus dem Fenster seines Autos gehalten, um die Laute der Fledermäuse aufzunehmen. Nachdem der Wissenschaftler weitere Unterlagen zu seinen Angaben vorlegte, verständigten die Beamten die Kollegen und gaben Entwarnung.

(ce/dpa)

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