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Hoeneß: "Waren bereit, die Meisterschaft zu opfern"

24.2.2019 12:24 Uhr

Uli Hoeneß ist zu Gast im Sport-1-Doppelpass und überrascht mit einer Aussage zur Meisterschaft. Um Spielern wie Franck Ribery und Arjen Robben "einen vernünftigen Abgang zu machen", sei der deutsche Rekordmeister "bereit gewesen, mal die Meisterschaft ein Jahr zu opfern", behauptete der Präsident des FC Bayern München. "Ich habe in meinem Leben mehr als 50 Titel gewonnen, da kommt es auf den ein oder anderen auch nicht mehr an", ergänzte er.

Spielern wie Ribery, Robben und Rafinha, "denen müssen wir unheimlich dankbar sein", sagte Hoeneß. Deshalb sei der FC Bayern auch bereit gewesen, ihnen keine teuren Spieler vor die Nase zu setzen. Investitionen würden erst im kommenden Sommer getätigt werden.

"Wenn sie wüssten..."

Bei ihrer großen Transferoffensive scheinen die Bayern sehr weit zu sein. "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison...", sagte Hoeneß.

Namen nannte er neben den schon feststehenden Verpflichtungen des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard (22) vom VfB Stuttgart und Stürmertalent Jann Fiete Arp (19) vom Zweitligisten Hamburger SV nicht. Denn noch würden die aktuellen Akteure auf den entsprechenden Positionen gebraucht. Diese könnten sonst "böse" sein.

"Wir hatten beschlossen, nicht diese, sondern nächste Saison zu klotzen", sagte Hoeneß zum Kaderumbau. Dem Vernehmen nach soll auch die Verpflichtung des 23-jährigen französischen Weltmeisters Lucas Hernandez (23) von Atlético Madrid für über 80 Millionen Euro sicher sein.

Probleme waren einkalkuliert

Probleme beim Umbruch der Mannschaft noch dazu mit einem neuen Trainer (Niko Kovac) seien einkalkuliert gewesen. "Wenn die Saison nicht so schwierig wäre, würden wir jetzt hier sitzen und wir hätten zehn Punkte Vorsprung. Und das will doch auch keiner", äußerte der Präsident: "So ein Umbruch geht nicht ohne Schrammen vonstatten."

Die Bayern hatten in der Bundesliga mit dem 1:0 gegen Hertha BSC zumindest am Samstag nach Punkten zu Spitzenreiter Borussia Dortmund aufgeschlossen. "Wir haben einen Trainer, der infrage gestellt wird. Wir haben einen Sportdirektor, der nichts taugt. Wir haben eine Mannschaft, wo es nur Unruhe gibt. Mit der Kritik können wir gut leben, solange die Ergebnisse stimmen", erklärte Hoeneß.

(bl/dpa/afp)

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