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"Unmittelbare Bedrohung" durch irakische, vom Iran kontrollierte Milizen

15.5.2019 20:31 Uhr

Die USA haben einen großen Teil ihrer Diplomaten aus dem Irak abgezogen. Als Grund führt Washington eine "unmittelbare Bedrohung" durch vom Iran kontrollierte Milizen genannt.

Die Gefahr für "unser Personal" gehe von irakischen Milizen aus, die von den iranischen Revolutionsgarden befehligt würden, sagten Regierungsvertreter, die nicht namentlich zitiert werden wollten, am Mittwoch in der US-Hauptstadt. Die Bedrohung sei mit dem Iran "direkt verbunden". Das US-Außenministerium hatte den Abzug aller nicht unbedingt benötigten Mitarbeiter der Botschaft in Bagdad und des Konsulats in Erbil angeordnet. Der Schritt erfolgte wenige Tage nach einem Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in Bagdad. Dabei hatte er von einer "sehr konkreten" Gefahr von Angriffen durch den Iran und verbündete Kräfte gesprochen und die irakische Regierung zum Schutz der US-Bürger aufgefordert.

Mehr Streitkräfte, weniger Diplomaten

Die US-Regierung verstärkt bereits seit Anfang Mai ihre Streitkräfte im Nahen Osten unter Verweis auf eine "unmittelbare" Bedrohung durch den Iran. Dorthin entsandt wurden unter anderem der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und eine Bomberstaffel. International wurden die Schritte mit Sorge und Skepsis aufgenommen, da Washington weder Details zu der genannten Bedrohung noch konkrete Beweise lieferte.

(be/afp)