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"Trifft mich sehr hart": Buhrufe und Pfiffe gegen Hoeneß

1.12.2018 11:19 Uhr

Dass die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München für den Präsidenten schwierig werden würde, war abzusehen. Aber mit solch einer massiven Kritik aus dem Fanlager hat Uli Hoeneß wohl nicht gerechnet. "Das trifft mich sehr, sehr", sagte der Präsident im Anschluss an die Veranstaltung im Audi Dome in München. Er müsse erst einmal darüber nachdenken, er habe ja versprochen, "dass ich sachliche Dinge sage in Zukunft."

Hoeneß ergänzte, dass er früher womöglich direkt darauf eingegangen wäre und das eine oder andere dazu gesagt hätte, "was ich vielleicht morgen bedauert hätte." Aus diesem Grund sei es besser, "wenn ich zu diesen Vorkommnissen, wie sie hier teilweise passiert sind, erstmal eine Nacht drüber schlafe."

"Stelle mir den FC Bayern so nicht vor"

Während der Wortmeldungen der Mitglieder war vor allem Hoeneß zeitweise massiv attackiert worden, eine inhaltliche Antwort verweigerte er. Es war in der Kritik um die inzwischen legendäre Pressekonferenz im Oktober gegangen, einen katarischen Sponsor des FC Bayern, den Umgang mit Ehrenspielführer Paul Breitner, Hoeneß' Wortwahl und einiges mehr.

"Wenn du jetzt geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben. Da waren so viele Unwahrheiten drin, das würde drei Stunden dauern. Ich lehne eine Diskussion auf diesem Niveau ab", entgegnete Hoeneß und erntete Buhrufe und Pfiffe. "Heute gibt es hier Ansätze, wie ich mir den FC Bayern nicht vorstelle", sagte Hoeneß noch.

(bl/afp)