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"The Hunter" - Türkischer Serienkiller erneut zu lebenslanger Haft verurteilt

12.2.2019 13:31 Uhr, von Simge Selvi

Der türkische Serienmörder Hamdi Kayapinar (39) wurde in Kayseri erneut zu lebenslanger Haft verurteilt. Der als "The Hunter" (zu deutsch: Der Jäger) bekannte Mann hat nur ein Jahr nach seiner Entlassung erneut einen Menschen ermordet und wurde deshalb am 2. August 2018 verhaftet.

Kayapinar wurde von Sicherheitskameras aufgenommen, als er im vergangenen Jahr in seiner Heimatstadt Kayseri den Wachmann Sami Yilmaz ermordete. Die Polizei hatte ihn schnell identifiziert und verhaftet. Im Haus des Verdächtigen wurden zudem gestohlene Pistolen und Schrotflinten gefunden, ebenso wie die Mordwaffe. In seinem Geständnis gab Kayapinar an, den Mann deshalb getötet zu haben, weil ihm "seine Waffe gefiel".

Am 11. Februar berichtete die Nachrichtenagentur Demirören, dass das 1. Gericht für Schwere Straftaten in Kayseri Kayapinar zu einer verschärften lebenslangen Freiheitsstrafe wegen vorsätzlichen Mordes und Raubüberfalls verurteilte. Die Angehörigen des jüngsten Opfers Sami Yilmaz begrüßten das Urteil und forderten die Behörden dazu auf, dass der Verurteilte im Gefängnis bleibt.

Aus Hass an der Gesellschaft

Ein Geschwistermord durch Erwürgen im Jahr 1994 war Kayapinars erste Tötung - im Alter von gerade einmal 14 Jahren. Nur wenige Monate nach seiner Freilassung im Jahr 1998 tötete er sieben Männer in drei Jahren und wurde 2002 erneut verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. Damals hatten ihn türkische Medien "den Jäger" genannt, nachdem er selbst seine Opfer als "Beute" und ihren Besitz als "Kopfgeld" bezeichnete. Bei einer vorübergehenden Beurlaubung aus dem Gefängnis konnte er flüchten, wurde jedoch erneut festgenommen - bis zu seiner Entlassung auf Bewährung im Februar 2017.

Als Grund für seine Morde nannte er dem Richter seinen Hass auf die Gesellschaft. Nach eigener Aussage begann dieser vor allem dann, als er nach seinem ersten Mord von seiner Familie und der Gesellschaft verstoßen wurde. Das jüngste Gerichtsurteil wurde gefällt, nachdem Mediziner bestätigten, dass Kayapinar keine mentalen Beeinträchtigungen habe, die seine Taten beeinflussen könnten.