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"Sophia": EU-Mittelmeermission um drei Monate verlängert

21.12.2018 16:27 Uhr

Die Mittelmeermisson "Sophia" vor der Küste Libyen läuft eigentlich am 31. Dezember aus. Doch jetzt wurde die Mission um weitere drei Monate verlängert.

Es handele sich um eine "technische Verlängerung" des Mandats, teilte ein EU-Diplomat in Brüssel am Freitag mit. Der Konflikt mit der italienischen Regierung, die eine Umverteilung von im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen fordert, sei "nicht gelöst worden", fügte er hinzu. Das jetzige Mandat der Mission vor der Küste Libyens läuft am 31. Dezember aus. Die Mission steht wegen des Streits mit Italien um die Flüchtlingsverteilung auf der Kippe: Die Regierung in Rom fordert, dass von "Sophia" gerettete Flüchtlinge künftig nicht mehr automatisch nach Italien gebracht werden. Dazu müssten die Einsatzregeln geändert werden.

Seit 2015 unterwegs

Die Marinemission EU NavForMed "Sophia" ist seit Juni 2015 mit Schiffen, Flugzeugen und Hubschraubern im Mittelmeer zwischen Italien und Libyen im Einsatz. Hauptaufgabe ist das Vorgehen gegen Schlepperbanden, die Flüchtlinge nach Europa bringen. Daneben soll "Sophia" auch Waffen- und Ölschmuggel verhindern und bildet die libysche Küstenwache aus. Die Mission, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist, hat seit ihrer Gründung zudem rund 45.000 Flüchtlinge gerettet.

(be/afp)