dpa

"PR-Katastrophe": Prinz Andrew verliert Sponsor

19.11.2019 23:39 Uhr

Nach seinem mehr als nur missglückten Interview hat sich der wegen Missbrauchsvorwürfen umstrittene britische Prinz Andrew keinen Gefallen getan. Jetzt ziehen die ersten Sponsoren Konsequenzen und springen von seinen Projekten ab.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unterstützt nicht mehr Andrews Initiative "Pitch@Palace", wie die Nachrichtenagentur PA am Dienstag berichtete.

Der Vertrag lief nach Angaben des Buckingham-Palastes bereits Ende Oktober aus. "Pitch@Palace" ist ein Mentoring-Programm unter anderem für Technologie-Start-Ups.

Prinz als Kanzler abgewählt?

Auch andere Einrichtungen erwägen, sich von Andrew zu distanzieren. Studenten der englischen Universität Huddersfield haben darüber abgestimmt, ob sie den Royal als Kanzler loswerden wollen. Das Ergebnis soll in den nächsten Tagen feststehen. Der 59-Jährige ist - wie die anderen Royals auch - Schirmherr vieler Organisationen. Die ersten überlegen bereits, ob sie Konsequenzen ziehen sollen.

Prinz Andrews Rolle im Epstein-Missbrauchsskandal

Prinz Andrew ist nach seinem BBC-Interview zum US-Multimillionär Jeffrey Epstein sehr stark unter Druck geraten. Es hinterließ Kritikern zufolge mehr Fragen als Antworten im Missbrauchsskandal. Kommentatoren sprechen von einer "PR-Katastrophe". Andrew war jahrelang mit dem vorbestraften Geschäftsmann Epstein befreundet.

Der US-Amerikaner wurde beschuldigt, Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Zudem baute Epstein laut Anklageschrift zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen Missbrauchsring auf. Eines der Opfer behauptet, mehrmals zum Sex mit Andrew gezwungen worden zu sein. Der Royal weist dies strikt zurück. Epstein hatte sich am 10. August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.