Symbolbild: imago images/ZUMA Press

"Moria ist kein Ort für Kinder"

27.8.2019 12:31 Uhr

In einem Migrantenlager auf der Insel Lesbos ist nach einer Messerattacke ein Jugendlicher ums Leben gekommen. Nun hat der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Griechenland die Lage auf den Inseln im Osten der Ägäis kritisiert.

"Die Nachricht vom Tod des Jungen hat mich schockiert", erklärte Philippe Leclerc am Montag.

Im Registrierlager von Moria auf der Insel Lesbos harren zurzeit nach UNHCR-Angaben mehr als 8500 Migranten aus. Das entspricht dem Vierfachen der Aufnahmekapazität dieses Lagers. Darunter befinden sich mehr als 500 unbegleitete Minderjährige.

"Moria ist kein Ort für Kinder"

"Moria ist kein Ort für Kinder", erklärte Leclerc und appellierte an die Regierung in Athen, eine sichere Unterbringung der Kinder und Jugendlichen zu organisieren. Das UN-Hilfswerk sei bereit, dazu beizutragen. Auch in den anderen Registrierlagern auf den Inseln Chios, Samos, Leros und Kos sei die Lage vor allem für Minderjährige schlimm, erklärte Leclerc.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen afghanischen Minderjährigen war am Samstag im Lesbos-Lager Moria ein 15 Jahre alter Junge tödlich mit einem Messer verletzt worden. Zwei weitere Minderjährige erlitten Verletzungen. Der mutmaßliche Täter wurde nach Polizeiangaben festgenommen.

(an/dpa)

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