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"Mops-Affäre" von Hund "Edda" könnte Fall für die Justiz werden

4.3.2019 14:24 Uhr

Wegen Betrugs verklagt die Käuferin der Mops-Dame "Edda" die westfälische Stadt Ahlen. Die Hündin wurde zuvor gepfändet sowie über Ebay verkauft und sorgte weltweit für Kritik.

Das Schicksal der Mops-Dame "Edda" ist international in den Schlagzeilen - nun könnte es zum Fall für die Justiz werden. "Mein Anwalt hat die Klage an Weiberfastnacht rausgeschickt", sagte Michaela Jordan (52) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Sie will den Kaufpreis und die Tierarztkosten erstattet bekommen. Zudem habe sie Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Stadt gestellt, schilderte die Polizeibeamtin aus Wülfrath bei Wuppertal: "Ich bin entsetzt und fassungslos über das Vorgehen der Stadt."

Mops sei nicht geimpft und voller ansteckender Würmer gewesen

Mops "Edda" war nach Angaben der Stadt aus einer Familie in Ahlen gepfändet worden, da diese hohe Schulden bei der Kommune habe. Der Erlös sei in die Stadtkasse geflossen. Jordan sagte, sie habe das Tier Anfang Dezember für 690 Euro gekauft. Der Mops - den sie in "Wilma" umtaufte - sei als gesund, geimpft, entwurmt, ärztlich untersucht und "mit Stammbaum" angepriesen worden. "Das war alles gelogen", sagt sie. Die Hündin sei nicht untersucht, nicht geimpft, voller ansteckender Würmer gewesen und hätte ohne Operationen wohl ihr Augenlicht auf einer Seite verloren, sagte die neue Besitzerin.

Massive Kritik

Auf eine Offerte, Pfändung und Verkauf rück abzuwickeln, würde sie nicht eingehen. Dieses Angebot ist in einer Mitteilung auf der Homepage der Stadt nachzulesen, die am Rosenmontag dazu aber nicht erreichbar war. Der Fall hatte der Stadt massive Kritik eingebracht.

(gi/dpa)