epa/Riccardo Antimiani

"Man erhält keinen Frieden, wenn man ihn nicht erhofft"

28.12.2019 17:52 Uhr

Die Menschen sollen den Frieden "in allen Dimensionen des Lebens" in der Gesellschaft wie im persönlichen Leben suchen daran hat nun Papst Franziskus gemahnt. "Man erhält keinen Frieden, wenn man ihn nicht erhofft", sagte Franziskus zum Welttag des Friedens am 1. Januar 2020.

Eine Voraussetzung aller Bemühungen liege in dem Glauben, "dass der andere ebenso wie wir Frieden braucht".

Gegenseitige Anerkennung, das Eintreten für eine sozial gerechte Welt und die Bewahrung der Schöpfung seien aufs Engste verbunden, sagte der Papst nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz vom Freitag. Die auf Misstrauen gründenden Erfahrungen von Unsicherheit und Gewalt schienen mancherorts für politische Stabilität zu sorgen. Doch Stabilität, die auf Angst und Misstrauen gründe, erhöhe letztlich das "Risiko der Gewalt". Deshalb könne "auch die nukleare Abschreckung nur eine trügerische Sicherheit herstellen".

Vom durchbrechen der Gewaltspirale

Der Papst rief dazu auf, die Erinnerung an die durch Gewalt und Krieg hervorgebrachten Verwundungen zu bewahren, denn Versöhnung und Vergebung seien mit der Erinnerung untrennbar verflochten. Der Weg gegenseitiger Achtung durchbreche die Spiralen einer von Rache getriebenen Gewalt.

Der Frieden als Achtungsanspruch eines jeden erfordere auch eine Umkehr im wirtschaftlichen Bereich, sagte Franziskus. "Es wird nie einen wahren Frieden geben, wenn wir nicht in der Lage sind, ein gerechteres Wirtschaftssystem aufzubauen."

(an/dpa)

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