"Malle-Jens" verstorben - Samstag sagte der "Goodbye Deutschland"-Star leise "Goodbye Welt"

18.11.2018 15:57 Uhr

Am Samstag verstarb der deutsche Reality-TV Star Jens Büchner, den Fans des Trash-TV besser bekannt als 'Malle-Jens' oder 'Jenser', mit nur 49 Jahren auf der Ferieninsel Mallorca. Büchner hinterlässt seine Frau und fünf eigene Kinder, ein Enkelkind sowie drei Kinder, die seine jetzige Frau Daniela mit in die Ehe brachte. Todesursache soll laut seinem Management Lungenkrebs gewesen sein, der breit Metastasen gestreut hatte. Carsten Hüther, sein Manager, teilte der 'Bild' mit, dass Büchner bereits seit geraumer Zeit wusste, wie schwer er erkrankt sei, aber sein Wissen nicht mit Dritten teilte, um nicht zu einer Belastung zu werden.

'Malle-Jens' – ein Leben mit vielen Aufs und Abs

Die leisen Töne waren nie das Ding von Jens Büchner. Laut, schrill und gerne besonders schräg. So kann man das Leben auf der Showbühne vom 'Jenser' aus Sachsen bezeichnen. Finanzwirt, Stasimitarbeiter, Unterhosenmodell, Kneipier, Sänger, Teilnehmer bei diversen TV Formaten und und und – Büchners Leben war von Vollgas gekennzeichnet. Mit beiden Füßen auf dem Gas stehend. Und das mit vielen verschiedenen Projekten.

Seine 'Fanteria', diverse Auftritte auf den Bühnen am Ballermann in der Woche und dann noch das Leben im TV – eine Eventdichte, die selbst Protagonisten in körperlicher Topform an die Grenzen treibt. Sorgte diese unglaubliche Fülle an Belastungen für das viel zu frühe Ableben von 'Malle-Jens'? Hat er die Warnzeichen seines Körpers einfach ignoriert?

Jens Büchner – sieben Jahre im Rampenlicht

Das Format 'Goodbye Deutschland', eine Doku-Soap, die bei 'Vox' ausgestrahlt wird, sorgte vor mehr als sieben Jahren – im Jahr 2011 – dafür, dass Jens Büchner bundesweite Bekanntheit erreichte. 'Malle-Jens', wie er anlässlich seiner Auswanderung nach Mallorca genannt wurde, hatte viel zu erzählen. Es gab kaum einen Job, den der ausgewanderte Sachse nicht schon gemacht hatte. Vom Stasimitarbeiter zum Schmuckdesigner, vom Heizungsverkäufer zum Herrenbademoden-Modell, von der Küchenhilfe zum Kneipier, vom Boutique-Mitbesitzer zum Barden – der 'Jenser' konnte es alles.

Forderte der kurze Ruhm brutal seinen Tribut ein?

Das Zielpublikum für die Songs von Jens Büchner – zum Beispiel 'Pleite, aber sexy' oder 'Hau ab, du bist kein Alkohol' – fand sich stets am Ballermann ein. Kein Wunder, dass der 'Jenser' gerne und oft gebucht wurde. Zu den Auftritten kam die Belastung durch das Café 'Fanteria', welches Büchner mit seiner Frau Daniela eröffnete. An den Bereich der Gastronomie sei man 'sehr naiv herangegangen', wie die Büchners via 'Vox' sagten. Jens selbst sagte in einer Folge von 'Goodbye Deutschland', die vor einigen Wochen aufgezeichnete wurde, dass dieses Projekt sie fast in den gesundheitlichen Ruin getrieben habe. Eine Aussage, die sich nicht einmal eine Woche nach der Ausstrahlung bei 'Vox' in aller Brutalität bewahrheiten sollte.

In der Familie, bei Freunden, Bekannten, dem Sender 'Vox' und auch in der breit gestreuten Fangemeinde des Sachsen wird sein Tod eine große Lücke hinterlassen. Am härtesten trifft es natürlich die Familie. 'Malle-Jens' war nicht nur Ballermann- und TV-Star, sondern auch Ehemann, Vater von fünf eigenen Kindern, seine Zwillinge sind erst zwei Jahre alt, Großvater und Stiefvater von drei Kindern, die seine Frau Daniela mit in die Ehe brachte.

(Chris Ehrhardt)