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"Individuelle Brillianz": Sane verzaubert die Premier League

5.12.2018 12:30 Uhr <div>

Er trifft mit links, er trifft mit rechts - und jetzt sogar mit der Brust. Mit seinem nächsten Kunststück hat Nationalspieler Leroy Sane mal wieder die englische Premier League verzaubert. Der 22-Jährige brachte Manchester City beim 2:1 (1:0) in Watford mit seinem Führungstreffer der ungewöhnlichen Art auf die Siegerstraße.

Sane drückte den Ball nach Flanke von Riyad Mahrez hoch in der Luft stehend aus fünf Metern zielgerichtet mit dem Oberkörper durch die Beine von Torhüter Ben Foster. Die Gäste-Fans feierten Sane mit "Leroy"-Sprechchören, die Sun bestaunte sein Tor als Ausdruck "individueller Brillanz" und schrieb: "Pep Guardiola traute seinen Augen nicht, als er das sah."

Guardiola schwärmt von Sane

Dabei weiß der City-Teammanager sehr gut, was er an seinem deutschen Flügelstürmer hat. "Wegen seines Alters und Potenzials können wir froh sein, ihn zu haben", hatte er vor dem Spiel gesagt: "Hoffentlich kann er noch viele, viele Jahre bleiben." Sanes Vertrag läuft bis 2021, zuletzt empfahl er sich mit Nachdruck für eine deutlich längere Zusammenarbeit.

In den jüngsten vier Begegnungen, in denen er über volle 90 Minuten ran durfte, erzielte der ehemalige Schalker vier Tore und legte weitere vier auf. Der Treffer in Watford (40.) war sein fünfter in den vergangenen fünf Spielen, in denen er von Beginn an ran durfte. Das 0:2 von Mahrez (51.) leitete er mit ein.

Zwar vergab Sane auch eine gute Chance frei vor Foster (10.). Insgesamt scheint er aber seine Nonchalance und Verspieltheit, die er vor allem in seinen ersten Länderspielen zu oft gezeigt hatte, immer mehr abzulegen. Der "Guardian" lobte Sanes Auftritt als "entschlossen". Und: Seine technische Klasse leidet unter der neuen Sachlichkeit keinesfalls. Was Sane, David Silva oder Mahrez gezeigt hätten, sei teilweise "atemberaubend" gewesen, schrieb das Blatt.

"Drei Punkte in der Tasche"

Kein Wunder, dass Sane zufrieden nach Hause fuhr. "Zurück nach Manchester mit drei Punkten in der Tasche", schrieb er im Netz, dazu ein Bild seines Torjubels nach dem Führungstreffer mit dem Wortspiel-Hashtag "inSane" (verrückt).

Tabellenführer City ist nach dem siebten Ligasieg in Serie 21 Begegnungen in der Premier League (seit April!) ungeschlagen. Eine bessere Tordifferenz (+38) nach 15 Saisonspielen hatte zuletzt Sunderland 1892/93 (+39).

Guardiola nicht restlos zufrieden

Guardiola war dennoch nicht restlos glücklich, weil seine Mannschaft nach dem Anschlusstreffer durch Abdoulaye Doucoure (85.) noch einmal ins Schwimmen geraten war. "In der Premier League kannst du dich nie ausruhen", sagte er, "das macht die Liga ja so schön. Wir müssen daraus lernen, du darfst nie aufhören zu spielen."

</div>(bl/afp)