epa/Riccardo Antimiani

"Ich habe nie einen Rubel von Russland genommen"

11.7.2019 16:21 Uhr

Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hat dementiert, jemals Geld von Russland bekommen zu haben. "Ich habe schon in der Vergangenheit geklagt, ich werde es auch heute, morgen und übermorgen tun: Ich habe nie einen Rubel, einen Euro, einen Dollar oder einen Liter Wodka an Finanzierung von Russland genommen", erklärte Salvini am Mittwoch nach der Veröffentlichung eines Berichts des Online-Magazins "BuzzFeed News".

In dem "BuzzFeed"-Artikel geht es um ein angebliches Treffen im vergangenen Oktober in Moskau zwischen drei russischen kremlnahen Politikern und drei Italienern, an dem auch der Salvini nahestehende Gianluca Savoini teilgenommen haben soll. Bei dem Treffen soll es darum gegangen sein, wie Millionen Dollar aus Russland verdeckt an Salvinis Lega geschleust werden könnten. Der Bericht basiert auf einer Audio-Aufnahme eines Gesprächs. "BuzzFeed" schreibt, es sei weder möglich gewesen, die russischen Teilnehmer an dem Treffen zu identifizieren, noch zu klären, ob der Deal wirklich realisiert wurde.

Niemand in der Lega habe Geld erhalten

Savoini ist Präsident des italienisch-russischen Kulturvereins Lombardia Russia. Der Verein leitete dpa auf Anfrage eine Reaktion Savoinis in italienischen Medien weiter. Darin tat er den Bericht als "blablabla" ab und erklärte, dass es für niemanden in der Lega Geld gegeben habe.

Die russische Politik steht seit längerem im Ruf, mit nationalistischen und populistischen Parteien und Politikern in Europa zusammenzuarbeiten, neben der Lega auch mit der AfD, der österreichischen FPÖ oder der französischen Nationalistin Marine Le Pen. Moskau kommentierte den Bericht zunächst nicht.

Das italienische Investigativmagazin "L'Espresso" - das der Opposition nahe steht - hatte im Februar einen Bericht veröffentlicht, wonach Geld aus Russland Salvinis Europawahlkampf finanzieren sollte. Salvini wies auch damals zurück, dass bei der Lega Gelder aus Russland angekommen seien. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa hatte er auch in dem Fall geklagt.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.