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"Gelbwesten": 16. Protest-Samstag in Frankreich

2.3.2019 16:13 Uhr

Die "Gelbwesten" sind auch an diesem Samstag wieder auf den Straßen, zum 16. Mal in Folge. In Paris marschierten die Demonstranten zwölf Kilometer durch die Straßen.

In Paris versammelten sich hunderte Menschen am Triumphbogen, um auf einem Marsch durch die Stadt gegen die Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron zu protestieren. Begleitet wurden die Proteste von einem Großaufgebot der Polizei. Für den Nachmittag wurden Demonstrationen in weiteren Landesteilen erwartet, unter anderem in Montpellier, Straßburg und Nantes.

"Der Kampf ist international"

Im Norden riefen die Organisatoren "Gelbwesten" aus der Region und den Nachbarländern Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland dazu auf, in Lille zusammenzukommen. "Der Kampf ist international", hieß es in einem auf englisch und deutsch übersetzten Demonstrationsaufruf im sozialen Netzwerk Facebook. Die Anzahl der Protestteilnehmer in Paris fiel geringer aus als an den vorhergegangenen Samstagen. Vorige Woche zählte das Innenministerium landesweit rund 46.000 Teilnehmer.

Schlüsseltag 16. März

Der März gilt als Schlüsselmonat für die Bewegung, die seit November jede Woche auf die Straße geht. Die "Gelbwesten" setzen ihre Hoffnung insbesondere auf den 16. März. Am Tag zuvor endet die von Präsident Macron als Reaktion auf die Proteste eingeleitete "große Debatte" in Frankreich. Im Zuge des zweimonatigen Bürgerdialogs gab es landesweit 10.000 Treffen und mehr als eine Million Beiträge im Internet.Die "Gelbwesten" bezeichnen die Regierungsaktion als "Maskerade" und "Kommunikationskampagne". Deswegen werde der 16. März "sehr groß" werden, sagte der 55-jährige Demonstrant Raymond am Samstag. Die Sozialbewegung fordert den Rücktritt von Präsident Macron und eine Abkehr von seinem Reformkurs. An den größten "Gelbwesten"-Protesten vor drei Monaten hatten mehr als 280.000 Demonstranten teilgenommen.

(be/afp)