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"Game of Thrones" auf deutschen Geburtsurkunden

14.4.2019 19:02 Uhr

Immer häufiger finden sich auf deutschen Geburtsurkunden Namen aus der Fantasy-Saga "Game of Thrones", wie der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld herausfand. Dabei liegt der Name "Jon" besonders weit vorne. Kurios: selbst vor "Khaleesi" machen die Eltern keinen Halt - und dabei ist das ein Titel wie "Prinzessin", und kein Name.

Seit 2006 sei Jon - ohne H, also wie der Serienheld Jon Schnee - bereits 365 Mal als erster oder zweiter Vorname in seiner Datenbank zu finden, verriet Bielefeld der Deutschen Presse Agentur am Sonntag, passend zum Beginn der achten und finalen Staffel, die in der Nacht zum Montag ausgestrahlt wird.

Der Vorname von Jons Mitstreiterin und Cousine Arya wurde demnach 250 Mal, der von Brandon (Stark) 185 Mal vergeben. Die Kurzform Bran, so wie Brandon in der Serie meist genannt wird, findet sich noch 20 Mal.

610 Quellen aus 480 deutschen Städten

Der Hobby-Namensforscher aus Ahrensburg bei Hamburg stützt seine Auswertung auf 610 verschiedene Quellen in bundesweit 480 Städten - zumeist Geburtskliniken, aber auch Standesämter. Gut ein Viertel aller in Deutschland geborenen Babys seien erfasst, sagte er.

Auch Sansa (31), Dany (25), Daenerys (6) und Tyrion (6) tauchen in deutschen Geburtsurkunden auf. "Interessant finde ich auch noch den Vornamen Khaleesi, der 16 Mal in meiner Stichprobe vorkommt",

Die "GoT"-Namen seien für ihn als Namensforscher schon ungewöhnlich. "Einerseits handelt es sich in der Serie fast ausschließlich um Neuschöpfungen – die Vornamen lassen sich somit direkt auf die Serie zurückführen, wenn ein Kind so genannt wurde. Andererseits ähneln die "GoT"-Namen unserem beziehungsweise dem englischsprachigen etablierten Namensvorrat und wirken darum nicht extrem exotisch." Die Namen fielen deshalb "nicht zu sehr aus dem Rahmen".

Favoriten bleiben Emma und Ben

Um es in die Top Ten der deutsche Vornamen zu schaffen, fehlt den "GoT"-Namen aber noch Einiges. Zum Vergleich: Der Deutschen liebste Vornamen Emma und Ben wurden in den vergangen 13 Jahren zehntausendfach vergeben.

(be/dpa)