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"Fieses" Bettwanzen-Gerücht - Trump wehrt sich

27.8.2019 19:41 Uhr

Da will Präsident Trump den restlichen G7-Ländern seinen Golfclub für den nächsten Gipfel schmackhaft machen, da kramt jemand eine ältere Klage heraus - die eines Mannes, der gegen eben diesen Club geklagt und behauptet hat, er sei bei seiner Übernachtung von Bettwanzen befallen worden. "Fieses Gerücht" oder die Wahrheit? Das Netz zeigt sich erheitert, der US-Präsident entrüstet. Und dieser Entrüstung macht er natürlich auf Twitter Luft.

Auf dem Kurzbotschaftendienst wehrte sich Trump am Dienstag gegen das "falsche und fiese Gerücht", dass es in seinem Doral-Golfclub das Ungeziefer gebe. Trump möchte den G7-Gipfel im kommenden Jahr am liebsten in diesem Luxusressort im US-Bundesstaat Florida stattfinden lassen.

"Nicht nett"

Trump machte die "Radikale Linke" bei den US-Demokraten für das Bettwanzen-Gerücht verantwortlich. Sie habe es verbreitet, nachdem sie mitbekommen habe, dass der "perfekt gelegene" Doral-Club als Tagungsort des G7-Gipfels in Betracht komme. "Nicht nett!" schimpfte Trump. Der US-Präsident hatte am Montag beim G7-Gipfel im französischen Biarritz den Trump National Doral Golf Club als "großartigen Ort" für das nächste Treffen der Staats- und Regierungschefs sieben wichtiger Industriestaaten angepriesen. Eine endgültige Entscheidung über den Tagungsort ist nach seinen Angaben aber noch nicht gefallen.

G7 auf Butterfahrt?

Als einen der Vorzüge des Doral-Ressorts nannte Trump, dass es nur "fünf Minuten Autofahrt" vom Flughafen Miami entfernt liege. Im Stil einer Werbekampagne schwärmte er auch davon, dass es in dem Ressort "sehr luxuriöse Zimmer mit unglaublichen Ausblicken", "unglaubliche Konferenzräume" und "unglaubliche Restaurants" gebe. Zugleich verwahrte sich Trump aber gegen Kritik, dass er sein Amt zu Beförderung privater Geschäftsinteressen missbrauche: Ihm gehe es nicht darum, "Geld zu machen".

Zum nächsten Gipel eigene Bettlaken mitbringen

Nach Trumps Anpreisung des Doral-Ressorts verbreitete sich in den Onlinenetzwerken Spott über angebliche Bettwanzen in dem Club. Auf Twitter avancierte "#TrumpBedBugs" (TrumpBettwanzen) rasch zum Trend-Thema. Ausgangspunkt des Online-Spotts war ein Artikel des "Miami Herald" vom Januar 2017: Darin wurde über einen Geschäftsreisenden berichtet, der in dem Ressort von den Wanzen im Gesicht, auf den Armen und dem Rücken befallen worden sein soll und deshalb den Club verklagte. Das Blatt berichtete über eine vorläufige gütliche Einigung zwischen dem angeblichen Wanzen-Opfer und Trump-Anwälten. Der US-Ökonom David Rothschild hatte nun bereits einen Ratschlag für Trumps G7-Gäste parat: Sie sollten besser "ihre eigenen Bettlaken" mitbringen, twitterte er.

(be/afp)

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