epa/Luca Zennaro

"Für mich ist es eine Ehre, wenn mich die Amerikaner angreifen"

5.9.2019 12:33 Uhr

Mit Kritik aus konservativen Kreisen in den USA kann Papst Franziskua gut umgehen. "Für mich ist es eine Ehre, wenn mich die Amerikaner angreifen", sagte Franziskus auf dem Flug von Rom nach Mosambik vor Journalisten.

Das Zitat fiel gegenüber dem französischen Vatikankorrespondenten Nicolas Senèze, als er dem Papst am Mittwoch auf dem Flug sein Buch "Wie Amerika den Papst verändern will" überreichte. Das Buch handele auch von dem früheren Washingtoner Vatikan-Botschafter und Papstkritiker, Carlo Maria Viganò, sagte Senèze der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag und bestätigte den Vorfall. Außerdem gehe es um reiche Amerikaner, die sich gegen Franziskus' Kurs stellten.

Bemerkung sie in einem "informellen Kontext" gefallen

Papstsprecher Matteo Bruni betonte, die Bemerkung sei in einem "informellen Kontext" gefallen. Franziskus habe ausdrücken wollen, dass Kritik immer eine Ehre sei - "vor allem, wenn sie von anerkannten Denkern, und in diesem Fall aus einer wichtigen Nation kommt", zitierte die vatikanische Nachrichtenplattform Vaticannews Bruni.

In den USA gibt es einen wachsenden Widerstand erzkonservativer Kritiker gegen Franziskus' moderneren Kurs. Franziskus ist derzeit in Mosambik und reist dann weiter nach Madagaskar und Mauritius.

(an/dpa)

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