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"Eine Gefahr für die Allgemeinheit" - Sadistischer Vergewaltiger zu Sicherungsverwahrung verurteilt

15.2.2019 15:50 Uhr

Nachdem er eine Prostituierte auf besonders schwere Weise vergewaltigt hat, wird ein Angeklagter vom Hamburger Landgericht zu elf Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Der Mann war bereits schon einmal in einer Psychiatrie untergebracht.

Der 58-jährige Deutsche habe die Frau geplant und gezielt vergewaltigt, sagte der Vorsitzende Richter Bernd Steinmetz am Freitag. Mindestens eine Stunde lang habe er die 45-Jährige in der Tiefgarage eines Rohbaus schwer misshandelt. Der Angeklagte hat nach Angaben des Richters seit 1983 bereits neun andere Frauen in Hamburg und Schleswig-Holstein überfallen und eine von ihnen getötet.

Ausgang aus der Psychiatrie für die Tat genutzt

Der gelernte Nähmaschinenmechaniker war nach den beiden letzten Taten - einem Totschlag und einer schweren Vergewaltigung einer anderen Frau im Jahr 1994 - in die Psychiatrie eingewiesen worden. Nach schrittweisen Lockerungen durfte er unbegleitet die Hamburger Klinik verlassen, um in einem Fahrradgeschäft zu arbeiten. Einen solchen Ausgang hatte er am 25. April vergangenen Jahres zur Begehung der neuen Tat genutzt. Der Angeklagte habe einen Hang zu sexuellem Sadismus. Es bestehe das Risiko, dass er weitere Verbrechen dieser Art begehe. "Sie sind eine Gefahr für die Allgemeinheit", sagte der Richter an die Adresse des Angeklagten.

(sis/dpa)

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