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"Christian Dior - Designer von Träumen" - Ausstellung im Londoner Museum

1.2.2019 12:17 Uhr

Bereits seit über 70 Jahren ist Dior ein Highlight der Modewelt. Ab morgen (2. Februar) widmet sich das Victoria and Albert Museum (V&A) in London der französischen Haute Couture des Modehauses und verleiht ihm in der Ausstellung "Christian Dior - Designer von Träumen" einen britischen Flair.

Die Schau "Christian Dior - Designer von Träumen" orientiert sich im wesentlichen an der höchst erfolgreichen Dior-Ausstellung in Paris, mit der 2017 das 70-jährige Bestehen des Modehauses gefeiert wurde.

Das V&A nimmt nun für sich in Anspruch, erstmals die Begeisterung Diors für britische Traditionen zu enthüllen: von Royalty über Perlen, Tweed und Maßschneiderei - sogar am britischen Essen gewann der Franzose demnach Geschmack.

Jedes Stück von Hand angefertigt

Zu diesem Zweck hat Kuratorin Oriole Cullen der chronologisch und thematisch angelegten Schau über die Geschichte des Modehauses ein Extra-Kapitel hinzugefügt, in der Diors Faszination für englische Landschaftsgärten, pompöse Landsitze, Stoffe und Luxusschiffe belegt wird. Schon lange bevor er als 21-Jähriger zur Verbesserung seiner Englischkenntnisse nach London kam, habe Dior in seiner Heimat in der Normandie stets die enge Verbindung nach England verspürt. "Es ist eine Geschichte, die bisher wenig bekannt war", sagte Cullen zu ihren Recherchen.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als Dior 1947 mit dem "New Look" die weibliche Linie revolutionierte, begann auch seine Kooperation mit britischen Textilhäusern. Der Besucher erfährt von privaten Modeschauen für die High Society in Landhäusern und in der französischen Botschaft in London, wo Prinzessin Margaret, die jüngere Schwester der Queen, Stargast war. Das von Dior entworfene üppige Ballkleid aus Tüll und Seide, das Margaret zu ihrem 21. Geburtstag 1951 trug, ist ein Highlight der Schau. Dior kleidete unter anderem die Schriftstellerin Nancy Mitford und die Ballerina Margot Fonteyn ein.

Mit Stolz verweist Cullen darauf, dass rund 50 Prozent der in London gezeigten 500 Objekte - darunter etwa 200 Kleidungsstücke - neu seien. Das Erstaunlichste an der Schau, die mit einem Rausch aus Tüll, Taft und Seide in einem glitzernden "Ballraum" endet, bleibt für sie, dass "jedes einzelne Stück von Hand angefertigt ist".

(sis/dpa)

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