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"Brüssel bringt vor allem Arbeitslosigkeit"

17.5.2019 15:28 Uhr

Der italienische Innenminister Matteo Salvini sieht sich als großer Europa-Freund. "Die Euroskeptiker sind die, die Europa derzeit regieren. Die Anti-Europäer sind die Sozialisten und die, die den Traum in einen Käfig verwandelt haben", sagte der Chef der Lega am Freitag vor einem Treffen rechtspopulistischer Parteien in Mailand.

"Wenn Sie hier (...) auf die Straße gehen und die Leute fragen, ob sie zufrieden mit der EU sind, ob sie sie mögen, sagen acht von zehn: Nein, Danke", erklärte er vor ausländischen Journalisten.

Europäische Allianz der Völker und Nationen

Salvini will nach der Europawahl Ende Mai eine Europäische Allianz der Völker und Nationen schaffen. Er setze sich unter anderem für ein Europa ein, in dem Haushaltsregeln gelten, die Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen. "Heute bringt uns Brüssel volle Arbeitslosigkeit." Italien ist seit Jahren wegen seiner hohen Verschuldung im Visier der EU-Kommission. Im Zentrum der neuen Populistenallianz stünde der Schutz der europäischen Grenzen vor Migranten, so Salvini.

An dem Treffen am Samstag vor dem Mailänder Dom sollen elf Delegationen rechter Parteien teilnehmen. Für die Alternative für Deutschland (AfD) kommt Parteichef Jörg Meuthen. Aus Frankreich reist Marine Le Pen an.

(an/dpa)

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