dpa

"Alan Kurdi" im italienischem Tarent eingetroffen

3.11.2019 15:00 Uhr

Nach rund einer Woche in internationalen Gewässern hat das Rettungsschiff "Alan Kurdi" der Organisation Sea Eye im süditalienischen Tarent angelegt. 88 Migranten durften von Bord.

Die Geretteten seien von den italienischen Behörden einzeln erstversorgt und registriert worden, sagte der Sprecher der Organisation Sea Eye, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur. Auch Vertreter der Polizei und der Küstenwache seien vor Ort.

Fünf Kinder an Bord

Einer der Geretteten kniete nach der Ausschiffung an Land nieder und küsste den Boden, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Auch fünf Kinder seien an Bord gewesen. Das italienische Innenministerium hatte der "Alan Kurdi" zuvor die Erlaubnis erteilt, in Tarent anzulegen. Nach rund einer Woche auf dem Mittelmeer war die Crew in italienische Hoheitsgewässer eingefahren. Sea Eye hatte dies mit dem schlechten Wetter begründet.

Das Schiff hatte die Migranten am 26. Oktober vor der Küste Libyens aufgenommen. Die Besatzung war laut Sea Eye bei der Rettung von einer libyschen Miliz auf See bedroht worden, Maskierte hätten Warnschüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben.

Wie Ansa unter Berufung auf das Innenministerium berichtete, wollen Deutschland und Frankreich 60 Migranten der "Alan Kurdi" aufnehmen, Portugal 5 und Irland 2. Der Bürgermeister von Tarent, Rinaldo Melucci, hatte gesagt, seine Stadt werde nicht zögern, diesen Menschen in Not in der kurzen Zeit ihres Aufenthalts beizustehen.

(be/dpa)

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