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Anderen eine Freude machen

19.5.2020 0:08 Uhr

Was Sie aussenden, kommt zu Ihnen zurück. Wie Sie andere behandeln, so behandelt man Sie. Übermitteln Sie anderen also positive Gefühle, damit Sie selbst Positives erreicht.

Miteinander dürfen wir gerade nicht so richtig. Füreinander da sein, können wir trotzdem. Ein chinesisches Sprichwort lautet: "Wenn du eine Stunde glücklich sein willst, mach ein Nickerchen. Wenn du einen Tag glücklich sein willst, fahr zum Angeln. Wenn du ein Jahr glücklich sein willst, erbe ein Vermögen. Wenn du dein Leben lang glücklich sein willst, hilf jemandem."

Helfen und selbst davon profitieren

Erinnern Sie sich an das gute Gefühl, das Sie innerlich erwärmt hat, als Sie zuletzt jemandem geholfen haben? Dafür haben Sie sicherlich ein Danke bekommen, vielleicht ein überraschtes Lächeln oder ein fröhliches Funkeln in den Augen – mehr haben Sie nicht erwartet. Es war genug, um das gute, wärmende Gefühl in Ihnen noch zu stärken. Zur gleichen Zeit haben Sie etwas für einen anderen Menschen und sich selbst getan, denn für andere da zu sein erfüllt eines unserer Grundbedürfnisse. Anderen zu helfen, in großem Umfang oder mit kleinen Gefallen, fühlt sich also nicht nur gut an, sondern tut auch gut. Wissenschaftlichen Studien zufolge gibt es im Hirn nämlich eine direkte Verbindung zwischen dem Gefühl von Glück und dem Bewusstsein der Großzügigkeit.

So helfen Sie anderen

Viele Menschen des öffentlichen Lebens tätigen gerade Spenden an bedürftige Organisationen oder Einrichtungen. Andere verzichten zugunsten des Bestands von Unternehmen auf ihr Gehalt. Wenn es Ihnen finanziell gut genug geht, wenn die aktuelle Krise Sie nicht in finanzielle Sorgen stürzt, dann denken Sie an Menschen, auf die das Gegenteil zutrifft. Das Bewusstsein über eine getätigte Geldspende aktiviert im Hirn die Regionen, die auch bei einer erhaltenen Belohnung oder Sex angesprochen werden.

Viel wertvoller, gerade in herausfordernden Lebenssituationen, ist ein Gut, von dem wir alle gerade reichlich haben: Zeit. Wertvoller als Geld ist die Zeit, weil wir rein theoretisch immer mehr Geld verdienen könnten, aber nur ein begrenztes Maß an Zeit zur Verfügung haben. Schenken Sie Ihren Kindern, Ihrem Partner, Ihren Eltern, Ihrem Freunden und allen, die es verdienen, jetzt ein wertvolles Bisschen Ihrer Zeit. Nehmen Sie sich Zeit für Gespräche, persönlich oder am Telefon.

Psychische Unterstützung leisten Sie mit einfachen Mitteln. Zum Beispiel mit einem Lächeln. Statt mit eingezogenem Kopf und düsterem Blick durch den Supermarkt zu huschen, versuchen Sie es einmal mit einem Lächeln. Es wird nicht nur den anderen Einkäufern und Angestellten ein positives Gefühl geben, sondern auch Ihnen selbst. Einen ähnlichen Effekt hat das Kompliment, das Sie einem Freund am Telefon oder einem Kollegen in der Videokonferenz machen, vorausgesetzt, Sie meinen es ernst. Nicht zuletzt helfen Sie anderen, indem Sie deren Sorgen lauschen. Entmutigendes gibt es gerade an jeder Ecke, in jeder Eilmeldung und all den Corona-Livetickern. So manchen wird das vielleicht von einem Plan oder von einem Grund zur Vorfreude abhalten. Ein bisschen Ermutigung und Aufmunterung können sehr guttun.

Praktische Hilfe wird vielleicht auch benötigt. Ihre Eltern sind zwar noch nicht wirklich alt, aber doch alt genug, sodass Corona Ihnen gefährlich werden könnte. Sicher ist es für Sie selbstverständlich, für die beiden den Einkauf zu erledigen. Schauen Sie aber auch auf andere Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung. Möglicherweise bräuchte eine ältere Nachbarin Unterstützung, da niemand in der Nähe ist, der für sie einkaufen gehen könnte. Bieten Sie Ihre Hilfe an. Vielleicht wird sie dankend, positiv überrascht und mit einem Lächeln angenommen.

(jk)

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