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“Fake News”: BBC zahlt Poroschenko Entschädigung für falschen Bericht

29.3.2019 0:09 Uhr

Wegen eines falschen Berichts über verdeckte Zahlungen der Kiewer Regierung an den früheren Anwalt von US-Präsident Donald Trump, entschädigt der britische Sender BBC den ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko.

Die BBC entschuldigte sich am Donnerstag in einer Stellungnahme auf ihrer Webseite bei Poroschenko für den Bericht vom Mai 2018 und erklärte, für die "Schäden und Rechtskosten" aufzukommen. Offen blieb, wie hoch die Entschädigung ausfällt.

Dem BBC-Bericht vom Mai zufolge hatte die Regierung in Kiew heimlich eine Summe von mindestens 400.000 Dollar (356.000 Euro) an Trumps früheren Anwalt Michael Cohen bezahlt. Mit dem Geld sollte ein Zusammentreffen zwischen Trump und Poroschenko im Weißen Haus im Juni 2017 ermöglicht werden.

Poroschenko spricht von "schweren Schaden"

Poroschenko, der am Wochenende um seine Wiederwahl als ukrainischer Staatschef bangen muss, hatte den Bericht seinerzeit als falsch zurückgewiesen und gegen BBC geklagt. Der Bericht habe ihm "schweren Schaden" zugefügt, zumal er damals eine Reihe von Gesetzen gegen Korruption vorbereitete.

(gi/afp)